A1, Spar und Erste Bank starten Initiative für digitale Souveränität
© Getty Images/iStockphoto / MindAtLarge/iStockphotoWählen Sie FUTUREZONE als bevorzugte Google-QuelleB2BInsgesamt 7 österreichische Unternehmen wollen Abhängigkeiten verringern und technologisch. . .

© Getty Images/iStockphoto / MindAtLarge/iStockphotoWählen Sie FUTUREZONE als bevorzugte Google-QuelleB2BInsgesamt 7 österreichische Unternehmen wollen Abhängigkeiten verringern und technologisch unabhängiger, innovativer und resilienter werden. Bei Energie und der Verteidigung habe man erkannt, dass Abhängigkeiten ein Risiko darstellen. Für das Digitale gelte das genauso, sagtThomas Arnoldner, stellvertretender Vorstandschef beiA1. Gemeinsam mit 6 anderen österreichischen Leitbetrieben hat der Mobilfunkmarktführer eineInitiative für digitale Souveränitätgestartet. Heute sei man bei Betriebssystemen, Cloud und KI stark von außereuropäischen Anbietern abhängig. Ziel sei es, Österreich technologisch unabhängiger, innovativer und resilienter zu machen, hieß es am Dienstag bei der Vorstellung des Bündnisses. Neben A1 gehören der Initiative auch der IT-DienstleisterAnexia, dieErste Bank, der AutomatisierungsspezialistKeba, der LebensmittelkonzernSpar, der BaukonzernUmdasch Groupund dieVienna Insurance Groupan. Das Thema betreffe die gesamte Wirtschaft. Die teilnehmenden Unternehmen sollen die Breite veranschaulichen, sagte Arnoldner. Wahlfreiheit und AlternativenEs gehe nicht um Abschottung, sondern um Wahlfreiheit und Alternativen, betonte Arnoldner. Es brauche Investitionen in die digitale Infrastruktur, digitale Kompetenzen und die Entwicklung eigener europäischer Lösungen. Profitieren soll davon auch die Wettbewerbsfähigkeit, heißt es: Europäische Technologie werde dadurch auch weltweit konkurrenzfähiger und damit auch exportierbar. A1 Deputy CEO Thomas Arnoldner© APA/HELMUT FOHRINGER / HELMUT FOHRINGERGütesiegel und Kriterium für AusschreibungenAngeregt wurde auch ein Gütesiegel für souveräne Lösungen. Es brauche klare, überprüfbare Kriterien, sagte Keba-ChefChristoph Knogler. Umfassen könnte es den Standort, wo die Daten gespeichert werden, Betreiber und Infrastruktur, den zugrunde liegenden Rechtsraum und den Grad der technischen Souveränität. Knogler sprach sich auch dafür aus, digitale Souveränität als Kriterium für Ausschreibungen in der Verwaltung und kritische Anwendungen in der öffentlichen Beschaffung festzulegen. Europa sei nicht von heute auf morgen von ausländischen Anbietern abhängig geworden und werde auch nicht so schnell souverän werden, sagte Anexia-ChefAlexander Windbichler. Er sprach von zielgerichteten kleinen Schritten. Es gehe um ein starkes Europa mit starken Anbietern, die mit internationalen Partnern auf Augenhöhe agieren. ImpulsgeberDie Initiative versteht sich als Impulsgeber. Ihr am Dienstag präsentiertesPositionspapierwill sie in den gesellschaftlichen Dialog mit Wirtschaft und Wissenschaft einbringen. Auch Diskussionsveranstaltungen zu dem Thema sollen folgen.