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Bank-PIN: Neue Methode – wenn du das tust, können Fremde sie heimlich auslesen

© Andrii Iemelyanenko / iStock / Getty Images Plus via Getty ImagesTrojaner: Woher kommen sie und wie wirst du sie los?Was sind Trojaner?Trojaner sind Schadprogramme, die durch Täuschung auf deine Festplatte. . .

Von Dana Neumann · · 4 min Lesezeit

Bank-PIN: Neue Methode – wenn du das tust, können Fremde sie heimlich auslesen

© Andrii Iemelyanenko / iStock / Getty Images Plus via Getty ImagesTrojaner: Woher kommen sie und wie wirst du sie los?Was sind Trojaner?Trojaner sind Schadprogramme, die durch Täuschung auf deine Festplatte gelangen……zum Beispiel durch schädliche E-Mail-Anhänge oder Downloads. Sind sie erstmal auf deinem Computer, können sie deine Daten löschen, modifizieren, kopieren oder sperren. Handys sind längst zur digitalen Geldbörse geworden. Genau das macht sie für Kriminelle so attraktiv. Denn wer Zugriff darauf bekommt, kann nicht nur Nachrichten mitlesen, sondern im schlimmsten Fall auch Banking-Apps, SMS-Codes und sogar die PIN zum Bankkonto ausspionieren. Eine neueAndroid-Malwarezeigt, wie weit solche Angriffe inzwischen gehen können. Neue Android-Malware: Gefälschte Apps als EinfallstorSicherheitsforscher*innen von Zimperiumwarnenderzeit in einem Bericht vor der Android-Malware Rokarolla. Der Banking-Trojaner wird demnach über manipulierte Webseiten verbreitet und tarnt sich unter anderem als bekannte Apps wie TikTok oder Google Chrome. Statt einer harmlosen Anwendung landet zunächst ein sogenannter Dropper auf dem Gerät, der sich wiederum als Google Play Protect ausgibt und die eigentliche Schadsoftware nachlädt. Laut Analyse zielt Rokarolla aktuell auf 217 Banking-, Krypto- und Finanz-Apps ab und verfügt über 137 Befehle, mit denen Angreifer*innen ein infiziertes Gerät fernsteuern können. Besonders gefährlich wird es, wenn Nutzer*innen einer manipulierten Anwendung weitreichende Berechtigungen erteilen. Rokarolla versucht unter anderem, Zugriff auf Bedienungshilfen, SMS, Benachrichtigungen und Telefonfunktionen zu bekommen. Solche Rechte sind sensibel, weil sie einer App erlauben können, Bildschirminhalte auszulesen, Eingaben zu erfassen oder Aktionen auf dem Handy nachzuahmen. TopaktuellSo kann die Bank-PIN abgegriffen werdenDer Trick der Android-Malware ist laut den Sicherheitsforschenden besonders schwer zu erkennen. So legt sie gefälschte Fenster über echte Apps und Systemdialoge. Gibt eine Person dort beispielsweise ihren Entsperrcode, ein Muster oder ein Passwort ein, landen diese Informationen nicht beim Android-System, sondern bei den Kriminellen. Genauso kann Rokarolla bei Banking-Apps täuschend echte Login-Seiten über die legitime Anwendung legen, um Zugangsdaten, Kreditkarteninformationen oder andere sensible Daten abzufangen. Damit Betroffene den Betrug nicht bemerken, ist die Schadsoftware zudem in der Lage, weitere Funktionen zu aktivieren. Sie kann etwa Anrufe blockieren, Ton und Vibration stummschalten, das App-Symbol verstecken und gefälschte Lade- oder Installationsbildschirme anzeigen. Das ist beispielsweise heikel, wenn Banken per Anruf oder SMS vor verdächtigen Transaktionen warnen wollen. Rokarolla kann laut Analyse außerdem Textnachrichten auslesen und verschicken, was auch Einmalcodes fürs Onlinebanking gefährden kann. Bildschirm, Tastatur und Zwischenablage im VisierDie Android-Malware beschränkt sich nicht nur auf Banking-Zugangsdaten. Sie kann Tastatureingaben protokollieren, sichtbare Bildschirminhalte erfassen und Screenshots an die Kontrollserver der Betrüger*innen senden. Zusätzlich ist sie fähig, Informationen aus Messenger-Ansichten wie WhatsApp auszuwerten, Kontakte abzugreifen und die Zwischenablage zu manipulieren. Bei Krypto-Transaktionen könnte dadurch etwa eine Wallet-Adresse heimlich ausgetauscht werden. Auch die Kommunikation mit den Angreifer*innen ist robust aufgebaut. Rokarolla versendet zunächst Geräteinformationen wie Modell, Android-Version, Sprache, Zeitzone oder Speicherstatus. Daraus wird eine eindeutige Kennung für das infizierte Gerät erzeugt. Die Schadsoftware kann zudem auf mehrere Ersatzdomains ausweichen, falls eine Adresse blockiert wird. Das solltest du vermeiden, um dich zu schützenDer wichtigste Schutz ist es wie so oft, Anwendungen nicht über inoffizielle, sondern ausschließlich aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem Google Play Store oder offiziellen Hersteller-Stores zu installieren. Besonders misstrauisch sollte man sein, wenn Webseiten zum Download einer angeblichen Chrome-, TikTok- oder Sicherheits-App auffordern. Ebenso verdächtig ist es, wenn eine App plötzlich Bedienungshilfen, SMS-Zugriff, Benachrichtigungen oder Telefonrechte verlangt, obwohl sie diese für ihre eigentliche Funktion nicht braucht. Wer den Verdacht hat, betroffen zu sein, sollte das Gerät sofort vom Internet trennen, Bank und Zahlungsdienste kontaktieren und Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern. Danach empfiehlt sich ein Scan mit einer seriösen Sicherheitslösung oder im Zweifel ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen. Bei Banking-Apps gilt es, keine Daten einzugeben und die App zu schließen, sobald ein Login-Fenster ungewohnt erscheint, die App plötzlich nach der Geräte-PIN fragt oder Warnungen von Play Protect deaktiviert werden. Quellen: ZimperiumHinweis: Ukraine-HilfeSeit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hierkannst du den Betroffenen helfen.

Quelle: futurezone.de

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