Kreditbearbeitungsgebühr: Kunden können Geld von Erste Bank und Sparkassen zurückfordern
Kreditbearbeitungsgebühren und ihre Zulässigkeit beschäftigen Höchstgerichte und Konsumentenschützer bereits seit Jahren. In einigen Fällen wurden die Gebühren zurückerstattet, nun gibt es auch für Kunden der. . .

Kreditbearbeitungsgebühren und ihre Zulässigkeit beschäftigen Höchstgerichte und Konsumentenschützer bereits seit Jahren. In einigen Fällen wurden die Gebühren zurückerstattet, nun gibt es auch für Kunden der Erste Bank und der Sparkassen die Möglichkeit, Geld zurückzubekommen. Laut Arbeiterkammer Wien (AK) hat man sich mit den Instituten auf eine "konsumentenfreundliche Lösung" geeinigt. An dem Vergleich nehmen 29 Sparkassen aus allen Bundesländern sowie der sBausparkasse teil. Lesen Sie hier:Weiteres OGH-Urteil zu unzulässigen KreditbearbeitungsgebührenAb heute, Montag, ist die Rückerstattung der Gebühren, die für Konsum- und Wohnkredite als Prozentsatz oder Pauschale verrechnet wurden, möglich. Dazu wurde ein Onlineformular eingerichtet, die Ansprüche können bis 31. Juli 2027 angemeldet werden. Konsumkredite: 90 Prozent der Gebühr werden rückerstattetDie Rückforderung der Gebühren ist für die vergangenen 30 Jahre rückwirkend möglich – unabhängig davon, ob der Kredit noch läuft oder bereits zurückbezahlt wurde. Voraussetzung für die Rückzahlung ist laut AK, dass mindestens 0,5 Prozent der Kreditsumme als Bearbeitungsgebühr bezahlt wurden. Bei Konsumkrediten werden 90 Prozent der Gebühr refundiert. Bei Wohnkrediten gibt es – je nach Höhe der bezahlten Gebühr – zwischen 35 und 80 Prozent zurück. Wer seinen Kredit über Vermittler abgeschlossen hat, erhält je nach Fall gestaffelt zwischen 225 und 750 Euro. Lesen Sie hier:Dürre trifft Österreichs Bauern hart: Bereits 1 Milliarde Euro Schaden„Der Vergleich zeigt, dass konstruktive Einigungen möglich sind und Kreditnehmer:innen davon unmittelbar profitieren“, sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der Abteilung Konsumentenpolitik in der Arbeiterkammer.