Orange Bank in Harpstedt: Neues Zeichen gegen Gewalt auf dem Marktplatz
Die Samtgemeinde Harpstedt hat eine orangefarbene Bank als Zeichen gegen Gewalt auf dem Marktplatz aufgestellt. Damit verfügt nun jede Kommune im Landkreis Oldenburg über mindestens eine solche Bank.

StartseiteLokalesLandkreis OldenburgHarpstedtStand:30. 06. 2026, 06:30 UhrKommentareUns auf Google folgenFreuen sich über die neue Bank: Bauhofleiter Raphael Hesse (v. l. ), Aike Elling, Andrea Fragge und Cherrin-Sophie Fusshöller vom Stützpunkt gegen häusliche Gewalt, Samtgemeindebürgermeister Yves Nagel, die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Tanja Kuhn sowie Fleckenbürgermeister Stefan Wachholder. © SamtgemeindeDie Samtgemeinde Harpstedt hat eine orangefarbene Bank auf dem Marktplatz aufgestellt. Diese soll als sichtbares Zeichen gegen Gewalt und für mehr Aufmerksamkeit für das Thema in der Gesellschaft dienen. Damit verfügt nun jede Kommune im Landkreis Oldenburg über mindestens eine solche Bank. Harpstedt – Seit wenigen Tagen steht auf dem Harpstedter Marktplatz eine orangefarbene Bank, die als sichtbares Zeichen gegen Gewalt und für mehr Aufmerksamkeit für das Thema in der Gesellschaft dienen soll. Mit der Aufstellung der „Orangen Bank“ verfügt nun jede Kommune imLandkreis Oldenburgüber mindestens ein Exemplar des Projekts „Kein Platz für Gewalt!“. Darüber informiert Stephanie Dackow von der Verwaltung der Samtgemeinde in einer Pressemitteilung. Die leuchtend orange Bank ist Teil eines landkreisweiten Projekts, das vor mehr als einem Jahr von den Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen, dem Stützpunkt gegen häusliche Gewalt inWildeshausensowie den Integrations- und Behindertenbeauftragten des Landkreises Oldenburg ins Leben gerufen wurde. Ziel der Initiative ist es, Gewalt sichtbar zu machen, das Bewusstsein für das Thema zu stärken und Betroffenen Wege zu Hilfs- und Beratungsangeboten aufzuzeigen. Im Mittelpunkt steht insbesondere Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Gleichzeitig betonen die Initiatoren, dass auch Männer und Jungen von Gewalt betroffen sein können. Internationale UN-Kampagne„Gewalt geschieht nicht irgendwo – sie passiert mitten in unserer Gesellschaft. Oft bleibt sie jedoch verborgen“, betonen die Projektbeteiligten. Mit den orangefarbenen Bänken wird die internationale UN-Kampagne „Orange the World“ aufgegriffen. Die Bänke sollen insbesondere geschlechtsspezifische Gewalt in den Fokus rücken und Menschen zum Hinschauen, Nachdenken und Handeln ermutigen. Der Standort der Harpstedter Bank auf dem Marktplatz sei bewusst gewählt worden. Durch ihre zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zur Bushaltestelle zieht sie die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich und dient als weithin sichtbarer Blickfang. Ein Informationsschild an der Bank verweist auf wichtige Hilfs- und Beratungsangebote. Neben zentralen Hilfsnummern können über einen QR-Code weiterführende Informationen in verschiedenen Sprachen sowie in einfacher Sprache abgerufen werden. So sollen möglichst viele Menschen niedrigschwellig Zugang zu Unterstützung erhalten, wie die Verantwortlichen mitteilen. Samtgemeindebürgermeister Yves Nagel, Fleckenbürgermeister Stefan Wachholder, die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Tanja Kuhn sowie Aike Elling, Andrea Fragge und Cherrin-Sophie Fusshöller vom Stützpunkt gegen häusliche Gewalt sowie Bauhofleiter Raphael Hesse freuen sich über die Aufstellung der „Orangen Bank“ in der Samtgemeinde Harpstedt. Sie sehen darin nicht nur ein wichtiges Signal gegen Gewalt, sondern auch eine deutliche Aufwertung des Bereichs an der Bushaltestelle. Wer das Projekt „Kein Platz für Gewalt!“ unterstützen möchte – etwa durch die Aufstellung einer weiteren „Orangen Bank“ vor einem Geschäftsgebäude oder an einem anderen öffentlichkeitswirksamen Ort – kann sich an die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Oldenburg, Britta Hauth, wenden. Jede zusätzliche Bank trägt dazu bei, die Botschaft „Gewalt hat keinen Platz in unserer Gesellschaft – und Wegsehen erst recht nicht“ noch sichtbarer zu machen, heißt es von Seiten des Landkreises.