Werra-Meißner-Fußball: Frauen zahlen künftig Eintritt, VR-Bank neuer Pokalsponsor
StartseiteSportRegionalsportStand:14. 07. 2026, 10:30 UhrKommentareUns auf Google folgenDie VR-Bank Mitte ist neuer Sponsor des Fußball-Kreispokals. Im Foto von links: Pokalspielleiter Sven Hagedorn, Florian. . .

StartseiteSportRegionalsportStand:14. 07. 2026, 10:30 UhrKommentareUns auf Google folgenDie VR-Bank Mitte ist neuer Sponsor des Fußball-Kreispokals. Im Foto von links: Pokalspielleiter Sven Hagedorn, Florian Hartleib von der VR-Bank und Kreisfußballwart Holger Franke. © Foto: Stefan KonklowskyIm Bürgerhaus in Reichensachsen fand am vorigen Freitag die Fußball-Hinrundenbesprechung für die Saison 26/27 statt. Die wichtigsten Neuigkeiten haben wir zusammengetragen. Reichensachsen – Kurz, knapp und punktgenau. Unter diesem Motto stand die Sitzung der Fußball-Vereinsvertreter mit dem Kreisfußballausschuss unter Führung von Kreisfußballwart Holger Franke am vergangenen Freitagabend im Bürgerhaus in Reichensachsen. Und so konnte die Sitzung mit kurzen, aber effektiven Diskussionen in dem selbst gesteckten Zeitfenster von zwei Stunden souverän über die Runden gebracht werden, auch dank der einmal mehr bestens vorbereiteten Veranstaltung. Wir haben die wichtigsten Termine und Ergebnisse, die bei der Hinrundenbesprechung thematisiert wurden, zusammengefasst. Der Kreispokal 26/27„VR-Bank Mitte Kreispokal Werra-Meißner“ – so lautet in den nächsten zwei Jahren die Bezeichnung für den Pokalwettbewerb im Werra-Meißner-Kreis. Geschuldet ist dies der Tatsache, dass mit der VR-Bank ein neuer Hauptsponsor für den Wettbewerb akquiriert werden konnte, der den langjährigen Hauptsponsor der Eschweger Klosterbrauerei ablöst. Der Brauerei dankte Kreisfußballwart Franke für die hervorragende Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren, die auch in Zukunft weiter mit dem Fußballkreis zusammenarbeiten wird. Florian Hartleib, Bereichsleiter Kommunikation der VR-Bank Mitte, betonte in seiner Antrittsrede den Wunsch nach einer in der Zukunft konstruktiven und fruchtbaren Zusammenarbeit. Ein wichtiges Augenmerk bei der Auswahl des Sponsors aus Sicht des Kreisfußballausschusses war zum einen der regionale Bezug. Aber auch die Tatsache, dass künftig alle am Pokal teilnehmenden Teams an der Förderung partizipieren und somit die Attraktivität der Teilnahme am Kreispokal noch einmal deutlich gesteigert werden soll. Als Einstiegsgeschenk überreichte Hartleib den Vertretern der anwesenden Vereine jeweils einen Spielball. In der Saison 26/27 findet nur der Kreispokal für erste Mannschaften statt, da der für die zweiten Teams nur alle zwei Jahre zur Austragung kommt. Bereits ausgelost unter den 27 teilnehmenden Mannschaften ist die Vorrunde, die schon am Sonntag zur Austragung kommt. Auch das Achtelfinale wird noch eine Woche vor Saisonbeginn am 26. Juli gespielt, mit dem Viertelfinale findet eine weitere Runde am 23. September noch im Jahr 2026 statt. Die Halbfinalspiele sind für den 14. April 2027 geplant, das Finale findet am Pfingstmontag, 17. Mai, statt. Aufgrund terminlicher Überschneidungen wird es keine Finalspiele im Rahmen des „Pokalfinaltags“ inklusive der Finalspiele im Jugendbereich geben. Bewerbungen für die Rolle des Ausrichters des Finales können ab sofort beim Kreisfußballausschuss eingereicht werden. Die Meisterschaftsrunde 26/27„Wir haben leider keinen Hessenligisten mehr“, so Holger Franke zum Abstieg des SV Adler Weidenhausen in die Verbandsliga. Dennoch schickte er ein großes Lob in Richtung der Adlerträger, die in den vergangenen vier Jahren den Fußball aus dem Werra-Meißner-Kreis positiv vertraten und ihn auf der hessischen Fußballlandkarte verankerten. „Vielleicht schaffen wir es ja bald wieder, ein Team in der Hessenliga zu haben“, so Franke, wohlwissend, welche Aufwertung dies für den heimischen Kreis bedeutet. Doch auch drei gute Nachrichten konnte der Kreisfußballwart verkünden. In der neuen Saison gibt es keinen Rückzug einer bisher gemeldeten Mannschaft. Zudem greift mit dem SV Epterode II ein neues Team ins Wettkampfgeschehen ein und der TSG Eschenstruth wird nach der Zustimmung des Verbandes auch in den nächsten beiden Jahren im Werra-Meißner-Kreis spielen. Auf- und AbstiegsregelungInsgesamt spielen in der kommenden Saison 15 Vereine in der Kreisoberliga, 14 in der Kreisliga A, und 13 in der Kreisliga B. Zehn Teams sind es in der C1 und neun in der C2. Aus allen Ligen steigt der Meister am Saisonende automatisch auf, der Tabellenzweite relegiert mit dem Vorletzten der nächsthöheren Klasse um den letzten freien Platz. Ausnahme dabei die B-Liga, in der die beiden Letzten absteigen und der Drittletzte mit den Zweitplatzierten der beiden C-Ligen in einer Dreierrunde um den letzten Platz in der B-Liga spielt. Der Vizemeister der Kreisoberliga wird wie in den vergangenen Jahren mit den Tabellenzweiten der nordhessischen Nachbarkreise in einer Fünferrunde den letzten freien Platz für die Gruppenliga ausspielen. Nicht mehr auf dem Programm steht aus heimischer Sicht bedauerlicherweise das Modell „Bernhardt“. Ersetzt wird dieses durch sogenannte „Flex-Mannschaften“. Dies bedeutet, dass in Zukunft in der Kreisliga C (nur dort ist dieses Modell anwendbar) die Spiele nach der Umsetzung einiger Regularien in den Mannschaftsstärken elf gegen elf, zehn gegen zehn oder neun gegen neun ausgetragen werden können. Der letzte Spieltag des Kalenderjahres findet in der KOL bis zur B-Liga am 15. November statt, der Beginn nach der Winterpause erfolgt für die Kreisoberliga am 7. März 2027. Das SchiedsrichterwesenKreisschiedsrichterobmann Thomas Becker informierte über die wichtigsten Punkte im Schiedsrichterwesen. Positiv zu erwähnen sind die Ergebnisse des Neulingslehrganges im März und April, in dem von zwölf gestarteten Anwärtern elf den Lehrgang erfolgreich beendet haben. Ärgerlich für die Vereine ist die Tatsache, dass 13 Schiedsrichter keine Anrechnung bekamen wegen der fehlenden Kreisleistungsprüfungen und 25 wegen des fehlenden Besuchs der notwendigen Lehrabende. Auch das Ablehnen der Vereine von bestimmten Schiedsrichtern soll für die Zukunft minimiert werden. Um darüber in einen konstruktiven Austausch zu kommen, plant Becker einen runden Tisch mit den Vereinsverantwortlichen, um sich über diese und andere Thematiken auszutauschen und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Auch Frauen zahlen künftigFür das am ersten August-Wochenende stattfindende Open Flair bleibt die Regelung der letzten Jahre bestehen. Bedeutet, dass die Spieltage angesetzt werden, ein bestehender Verlegungswunsch jedoch immer genehmigt wird. Schon mehrfach auf der Tagesordnung, bisher jedoch immer abschlägig beschieden, wurde in diesem Jahr vom VfL Wanfried der Antrag gestellt, Eintrittspreise auch für weibliche Zuschauer zu erheben. Nach kurzem, konstruktivem Austausch stimmte dieses Mal die Mehrheit deutlich dafür ab, ab der neuen Saison in allen Kreisligen ebenfalls Eintrittsgelder zu erheben, eine Praxis, die in anderen Kreisen und Sportarten schon jahrelang fester Bestandteil ist. Die Preise selbst werden in diesem Jahr nicht erhöht. Weitere ThemenLediglich ein Punkt stand beim Thema Verschiedenes zur Debatte. Und dabei zeigte sich der Ehrenamtsbeauftragte des Kreises, Erwin Schellhase, erfreut, dass gleich elf Vereinsvertreter aus den eigenen Reihen vorgeschlagen wurden, die diesen Preis verdient hätten. Für wen sich in diesem Jahr entschieden wurde, wollte Schellhase allerdings nicht verraten und bat um Verständnis, da zunächst der Gewinner informiert werden soll. Gesucht wird noch der Gewinner in der Kategorie „Junges Ehrenamt 2026“, für den die Vereine im September und Oktober ihre Vorschläge einreichen können. Zum Abschluss fand die Spielplanbesprechung statt, ehe Franke die Vereinsvertreter nach einem harmonischen Sitzungsverlauf ins Wochenende schicken konnte. (Stefan Konklowsky)