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Wohnraum statt Leerstand als Chance – Manuela Mohr von der KfW-Bank stellt Förderprogramm vor

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Wohnraum statt Leerstand als Chance – Manuela Mohr von der KfW-Bank stellt Förderprogramm vor

StartseiteLokalesUslar / SollingStand:14. 08. 2026, 10:07 UhrKommentareUns auf Google folgenLeerstehende Geschäfte: Auf der Langen Straße in Uslar könnten Hausbesitzer vom Förderprogramm profitieren. Unser Bild entstand beim Leerräumen des ehemaligen Wehe-Hauses, das jetzt der Stadt gehört. © Foto: Glenn RöberUslar – Der anhaltende und sogar zunehmende Leerstand von Geschäftsräumen und Büros ist in der Uslarer Innenstadt seit Jahren genauso zu beobachten wie in anderen Städten auch. Der Zustand beschäftigt die Hausbesitzer ebenso wie die Lokalpolitik und auch die Verwaltungen. Damit das typische Bild nicht das zugeklebte Schaufenster im Erdgeschoss bleibt, sind Ideen gefragt. Aus verschiedenen Gründen gibt es in Städten von der Größenordnung von Uslar weniger Fachgeschäfte. Einst waren die Geschäfte inhabergeführt und die Kunden kamen in die Läden, um Waren auszuwählen und einzukaufen. Das hat sich geändert. Viele Waren sind in den Regalen der Supermärkte zu bekommen, und auch Bestellungen im Internet begünstigen die Leerstandsentwicklung. In Uslar müssen Flächennutzungspläne geändert werden, um dem Leerstand entgegenzuwirken. Und die Besitzer von Gebäuden müssen wirtschaftliche Perspektiven sehen, sonst lassen sie alles, wie es ist. Fördergeld für Vorhaben ist eine Möglichkeit, einen Anreiz zu geben. Wie das konkret aussehen kann, wenn man ehemalige Gewerberäume in Wohnungen umwandelt, stellte Manuela Mohr vom Management der KfW-Akademie in einem Online-Vortrag im Uslarer Rathaus zwölf Zuhörern vor. Die KfW-Bank mit Sitz in Frankfurt/Main bietet in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung das Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“ an, für das bis zum Jahresende ein Antrag gestellt werden muss. Es geht dabei um eine Umnutzung beim Erhalt der Bausubstanz. Wer Fördergeld bekommen will, muss die fertiggestellten Wohnungen mindestens zehn Jahre lang als Wohnung zur Verfügung stellen. Möglich ist laut Mohr auch eine Kombination mit anderen Förderkulissen, etwa mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude, bei der es um energetische Maßnahmen geht. Das bestätigte auch Alexander Schramm vom Projekt- und Fördermanagement „Aktive Innenentwicklung“ des Landkreises Northeim, der mit im Uslarer Rathaus saß. Maximal 100. 000 Euro30 Prozent Fördergeld (maximal 100. 000 Euro pro durch beauftragte Firmen neu geschaffene Wohneinheit) gibt es für Rückbau und Entsorgung von Baukonstruktionen, die Instandsetzung und Anpassung auf die geplante Wohnnutzung, Grundrissänderungen, Innenausbau mit Wänden, Fußböden, Installationstechnik sowie den Bau von Treppenhäusern und Fluren. Außerdem für bauliche Maßnahmen auf dem Grundstück zur Erfüllung von baurechtlichen Anforderungen wie etwa die Schaffung von Parkplätzen, Ladeinfrastruktur und Fahrradstellplätzen. Laut Mohr müssen Anträge direkt bei der KfW-Bank gestellt werden. Baubeginn darf erst nach der Bewilligung sein und nach Möglichkeit sollen drei Vergleichsangebote vorliegen. War per Computer zugeschaltet: Manuela Mohr stellte das KfW-Förderprogramm auf der Leinwand im Alten Rathaus in Uslar vor. © Foto: Jürgen DumnitzUslars Wirtschaftsförderin Stefanie Möhlenhoff sprach von einem „super Vortrag“ zu dem Förderprogramm, für das 300 Millionen Euro zur Verfügung stehen, die über die KfW-Bank nach dem „Windhundprinzip“ (wer zuerst kommt …) vergeben werden. Alle Kosten müsse der Bauherr verauslagen, weil der Zuschuss erst nach Abschluss des Projektes gezahlt werde, hieß es. Programm als AnreizUslars Bürgermeister Torsten Bauer sagte, dass die Stadt sich für eine starke und lebendige Innenstadt engagiere, die Entwicklung aber nicht grundsätzlich aufhalten könne. Damit meint er die Leerstände und den damit einhergehenden Gebäudeverfall. Das Förderprogramm sei eine Chance und ein Anreiz. (jde)

Quelle: apach57.fr

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