Österreichs Wirtschaft stagnierte im II. Quartal 2026
Gemäß einer Schnellschätzung des Wifo kam die österreichische Wirtschaftsleistung im zweiten Vierteljahr nicht vom Fleck. Grund dafür waren unter anderem der Iran-Krieg und dessen. . . | 30. 07. 2026

LEADERSNET bei Google als Quelle festlegenLaut SchnellschätzungÖsterreichs Wirtschaft stagnierte im II. Quartal 2026| Janet Teplik| 30. 07. 2026Gemäß einer Schnellschätzung des Wifo kam die österreichische Wirtschaftsleistung im zweiten Vierteljahr nicht vom Fleck. Grund dafür waren unter anderem der Iran-Krieg und dessen Auswirkungen. Anmeldung zu den Daily Business NewsDie österreichische Wirtschaft verharrte laut aktueller Einschätzung desWirtschaftsforschungsinstituts (Wifo)imzweiten Quartal 2026in einer Stagnation, da der verheerende Krieg im Iran den erhofften Aufschwung zunichtegemacht habe. Während sich die heimische Konjunktur zu Jahresbeginn nach der vorangegangenen Rezession noch leicht stabilisieren konnte, bremsten die globalen geopolitischen Krisen das Wachstum nun drastisch aus. Vor allem der massive Energiepreisschock durch blockierte Handelsrouten wie die Straße von Hormus und die damit verbundenen, sprunghaft gestiegenen Erdölpreise belasten die heimische Industrie und treiben die Inflation erneut an. Diese Kombination aus einer ohnehin geschwächten Inlandsnachfrage und externen geopolitischen Krisen stellt die Wirtschaftspolitik der Republik vor eine große Belastungsprobe. Reales BIP im II. Quartal auf VorquartalsniveauLaut den ersten Berechnungen lag das BIP real im II. Quartal 2026 in etwa auf dem Niveau des Vorquartals (+0,0 %, 1. Quartal +0,2 %, saison- und kalenderbereinigt). Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Zuwachs von +0,8 Prozent gegenüber dem II. Quartal 2025. Industrie und Bauwirtschaft bleiben schwachAufgrund des Iran-Kriegs verlief die Industriekonjunktur im II. Quartal schwach. So stagnierte etwa die Wertschöpfung der Industrie (-0,1 %, nach +1,3 % im I. Quartal 2026). In der Bauwirtschaft setzte sich zudem die rückläufige Entwicklung der Wertschöpfung weiter fort (-0,4 % nach -0,6 % im I. Quartal). Gemischte Entwicklung im DienstleistungsbereichEin gemischtes Bild zeigte sich auch im Dienstleistungsbereich. Während in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen die Wertschöpfung zurückging (-0,4 %), wurde im Bereich Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie ein leichter Zuwachs verzeichnet (+0,3 %). In den Bereichen Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen verlief die Dynamik hingegen besser (+0,8 %). Konsumnachfrage bleibt verhaltenDie Konsumnachfrage der privaten Haushalte – einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck – verlief wiederum schwach (-0,1 % gegenüber dem Vorquartal), der öffentliche Konsum stagnierte ebenso nahezu (-0,1 %). Investitionen legen leicht zu, Außenhandel ohne nennenswerte ImpulseLeichtes Wachstum war dafür im II. Quartal bei den Bruttoanlageinvestitionen zu verzeichnen (+0,4 % vs. I. Quartal -0,0 %). Vom Außenhandel kamen jedoch kaum Impulse (Exporte +0,5 %, Importe +0,6 %). www. wifo. ac. atleadersnet. TVMeistgelesen