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Die Rückkehr des Wachstums – Österreichs Wirtschaft läuft besser. . .

Wenn sich vorläufige Wirtschaftsdaten im Rückblick als falsch herausstellen, ist das oftmals ein Problem. Budgetdefizite sind plötzlich größer oder Inflationszahlen höher. Manchmal gibt es aber auch den. . .

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Die Rückkehr des Wachstums – Österreichs Wirtschaft läuft besser. . .

Wenn sich vorläufige Wirtschaftsdaten im Rückblick als falsch herausstellen, ist das oftmals ein Problem. Budgetdefizite sind plötzlich größer oder Inflationszahlen höher. Manchmal gibt es aber auch den umgekehrten Effekt. Und so war das beim Wachstum der heimischen Wirtschaft im Jahr 2025. Dieses war mit 0,8 Prozent um 0,2 Prozentpunkte größer als bisher von den Ökonomen erwartet, zeigten die offiziellen Zahlen der Statistik Austria, die Anfang Juni veröffentlicht wurden. Und das führt dazu, dass auch die Ausgangslage für heuer besser ist, als bisher angenommen wurde – weshalb die Ökonomen von Wifo und IHS auch ihre Erwartung für das heurige Jahr anheben. Allerdings wird die Konjunktur durch den Iran-Krieg und den damit verbundenen Anstieg der Rohöl- und Erdgaspreise gebremst. Die bessere Ausgangslage wird laut Wifo dadurch de facto wieder egalisiert. Und auch die Verbraucherpreisinflation ist im Frühjahr deutlich gestiegen, weshalb sich „die Stimmung der Haushalte und Unternehmen eingetrübt“ hat, heißt es. Dafür gibt es Erfreuliches vom langjährigen Sorgenkind der heimischen Wirtschaft zu berichten: der Industrie. „In der Sachgütererzeugung wird die aktuelle Lage deutlich günstiger eingeschätzt als vor einem Jahr“, schreibt das Wifo in seiner Prognose. „Mit der schrittweisen Normalisierung der weltweiten Produktions- und Transportmengen von Rohöl und Erdgas ab dem 2. Halbjahr 2026 und dem entsprechenden Rückgang der Energiepreise dürfte die Konjunktur wieder an Schwung gewinnen. “In Summe soll die heimische Wirtschaft sowohl heuer als auch im Jahr 2027 um jeweils ein Prozent wachsen, prognostiziert das Wifo. Ähnlich sieht es das IHS. Die heimische Wirtschaft dürfte nach einer Stagnation im Sommerhalbjahr gegen Jahresende wieder Fahrt aufnehmen und auf einen verhaltenen Wachstumskurs zurückkehren. Aufgrund der etwas kräftigeren Dynamik zur Jahreswende 2025/26 hebt das Institut seine Wachstumsprognose für das Jahr 2026 von 0,5 Prozent auf 0,8 Prozent an. Im kommenden Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 1,0 Prozent zulegen. Ein wichtiger Treiber ist dabei wieder die Industrie, die nach Jahren der Schwäche erneut zu einem konjunkturellen Zugpferd geworden ist. „Auch die Warenexporte nahmen zu, was darauf hindeutet, dass die österreichischen Produzenten im Vorjahr erstmals wieder am Aufschwung der Weltwirtschaft teilhaben konnten. “Deutlich schwieriger bleibt die Lage hingegen in der Bauwirtschaft. Dort ist mit keinem kräftigen Wachstum zu rechnen, vielmehr dürfte es sogar das achte Rezessionsjahr in Folge geben. Zwar ging die Beschäftigung in der zweiten Jahreshälfte 2025 nur noch leicht zurück, eine Trendwende war aber auch zu Jahresbeginn 2026 noch nicht erkennbar. Auch bei den Dienstleistungen wird nur ein mäßiger Zuwachs erwartet. Ein Grund dafür ist die Zurückhaltung der privaten Haushalte bei ihren Konsumausgaben. Diese ist laut Wifo zumindest teilweise auf die unter der Inflation liegenden Lohnabschlüsse im Vorjahr zurückzuführen. „Die Lohnsteigerungen pro Kopf werden im Jahresdurchschnitt 2026 brutto und nominell um gut 0,75 Prozentpunkte unter der Inflationsrate liegen. “ Das hat zwar etwa der Industrie wieder etwas mehr Wettbewerbsfähigkeit verschafft, führt bei den Haushalten aber neuerlich zu schrumpfenden Realeinkommen. Für 2027 erwarten die Ökonomen wieder höhere Lohnsteigerungen, nicht zuletzt wegen der erneut angezogenen Teuerung. Da viele Lohnrunden jedoch bereits auf zwei Jahre abgeschlossen wurden, dürften die Lohnsteigerungen im Schnitt nur knapp über der Inflationsrate zu liegen kommen, so das Wifo. Die InflationDer Anstieg der Rohöl- und Erdgaspreise infolge des Iran-Krieges schlug sich im Frühjahr in einem deutlichen Anstieg der österreichischen Verbraucherpreise nieder. „Treibstoffe und andere Mineralölprodukte verteuerten sich sprunghaft und trieben die Inflation über die Drei-Prozent-Marke. Die Weitergabe der höheren Rohstoffpreise an die Verbraucherinnen und Verbraucher erfolgte schneller als erwartet“, so das Wifo. Die Spritpreisbremse dämpfte zwar die Inflationsrate im April um etwa 0,2 Prozentpunkte, dieser Effekt dürfte inzwischen aber nachgelassen haben. Zudem rechnet das Wifo nunmehr mit einem Auslaufen der Spritpreisbremse Ende Juni. Angesichts dieser Entwicklungen dürfte die Inflation im Jahr 2026 mit 3,2 Prozent deutlich höher ausfallen als in der Prognose im April erwartet. . Im kommenden Jahr werden die Verbraucherpreise von Fernwärme, Gas und Strom zwar zeitverzögert anziehen, der Rückgang bei den Mineralölpreisen dürfte jedoch überwiegen und die Teuerung dämpfen, so die Ökonomen. Alles in allem erwartet das Wifo für 2027 einen Rückgang auf 2,4 ProzentEtwas posititiver sieht man die Lage beim IHS. Das Institut geht ebenfalls davon aus, dass sich der Preisauftrieb ab der zweiten Jahreshälfte verlangsamen wird. Mit dem Ende des Iran-Krieges sollten sich die Energiepreise wieder normalisieren, zudem dürften die moderaten Kollektivvertragsabschlüsse den Anstieg der Dienstleistungspreise dämpfen. Das IHS erwartet daher für den Jahresdurchschnitt 2026 einen Anstieg der Verbraucherpreise von drei Prozent. Im kommenden Jahr dürfte die Inflationsrate auf 2,3 Prozent sinken. Das DefizitEine leicht positive Entwicklung konstatiert das Wifo für die Staatsfinanzen. Demnach verbesserte sich das Defizit im Jahr 2025 um knapp einen halben Prozentpunkt auf minus 4,2 Prozent des BIP. „Im Zuge des Doppelbudgets 2025/26 wurden im Vorjahr zahlreiche Maßnahmen beschlossen, die die öffentlichen Ausgaben auch im laufenden Jahr deutlich verringern. “ Für heuer wird ein Minus von vier Prozent erwartet, für 2027 eines von 3,7 Prozent. „Da die Pensionen erneut nicht im Ausmaß der Inflation angehoben und die Aussetzung der Valorisierung von Familienleistungen verlängert wurde, bleibt der Anstieg der monetären Sozialleistungen trotz demografischer Herausforderungen moderat. Dem gegenüber steht allerdings eine steigende Zinslast infolge höherer Leitzinsen und einer wachsenden Staatsschuld“, heißt es.

Quelle: tennistv.com

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