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Empfang der Wirtschaft: KI braucht Neugier statt Angst

Bonn/Region (red). Wie verändert Künstliche Intelligenz die Wirtschaft? Welche Chancen bietet die neue Technologie für Unternehmen, Verwaltung und Gesellschaft? Und wie kann die Region Bonn/Rhein-Sieg von dieser Entwicklung profitieren?

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Empfang der Wirtschaft: KI braucht Neugier statt Angst

10. Juli 2026, 18:38 Uhr13× gelesenBonn/Region (red). Wie verändert Künstliche Intelligenz die Wirtschaft? Welche Chancen bietet die neue Technologie für Unternehmen, Verwaltung und Gesellschaft? Und wie kann die Region Bonn/Rhein-Sieg von dieser Entwicklung profitieren? Um diese Fragen drehte sich der erstmals gemeinsam ausgerichtete Empfang der Wirtschaft von Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer sowie Kreishandwerkerschaft im World Conference Center Bonn (WCCB). Mehr als 1. 000 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Kultur und Wissenschaft nahmen daran teil. Die Veranstaltung war in die Konferenz „AI26 – The Lamarr Conference“ eingebettet, die sich mit aktuellen Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz beschäftigt. Die Organisatoren nutzten die Bühne, um für Offenheit gegenüber neuen Technologien zu werben und zugleich die wirtschaftlichen Herausforderungen der Region anzusprechen. Nach den Worten von Thomas Radermacher, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, soll der gemeinsame Empfang auch ein Zeichen der Geschlossenheit senden. Handwerk, Industrie und weitere Wirtschaftsbereiche wollten die Entwicklung der Region gemeinsam gestalten und ihre Interessen gegenüber Politik und Verwaltung mit einer Stimme vertreten. Eine der aktuellen Belastungen für die regionale Wirtschaft ist die Sperrung der Bonner Nordbrücke. Stefan Hagen, Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg, bezeichnete die Rheinquerung als zentrale Lebensader für die Region und forderte eine schnelle Ertüchtigung. Die Unternehmen müssten sich zwar auf die neue Situation einstellen, langfristig brauche es jedoch tragfähige Lösungen, damit die Wirtschaftskraft der Region nicht beeinträchtigt werde. Den Schwerpunkt des Abends bildete das Thema Künstliche Intelligenz. Michael Christmann, Kreishandwerksmeister Bonn/Rhein-Sieg, machte deutlich, dass auch das Handwerk von den technologischen Veränderungen betroffen ist. Zwar werde KI klassische handwerkliche Tätigkeiten nicht ersetzen, sie könne Betrieben aber helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben und Prozesse effizienter zu gestalten. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte der Gastredner des Abends. Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, sprach über die wirtschaftliche Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und bezeichnete sie als große Chance für Unternehmen und Gesellschaft. Gleichzeitig mahnte er, dass die Technologie nur dann ihr Potenzial entfalten könne, wenn Menschen bereit seien, sich auf Neues einzulassen und kontinuierlich weiterzulernen. Unternehmer hätten die Aufgabe, „Neugierde statt Angst zu wecken“, sagte Höttges mit Blick auf die Veränderungen durch KI. An die Keynote schloss sich eine Diskussionsrunde zur digitalen Souveränität an. Neben Höttges beteiligten sich Guido Déus, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Dr. Andrea Niehaus vom Deutschen Museum Bonn sowie Prof. Dr. Stefan Wrobel, Wissenschaftlicher Direktor des Lamarr-Instituts für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz. Moderiert wurde das Gespräch von Melanie Bergner. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie Deutschland und Europa im internationalen Wettbewerb mit globalen Technologiekonzernen bestehen können. Wrobel zeigte sich überzeugt, dass Europa beim Aufbau eigener KI-Kompetenzen aufholen könne. Déus verwies auf die praktischen Herausforderungen der Digitalisierung in der Verwaltung. Niehaus machte deutlich, dass der Umgang mit Künstlicher Intelligenz nicht nur in Unternehmen und Bildungseinrichtungen vermittelt werden müsse. Auch Museen könnten dazu beitragen, die Technologie verständlich zu machen und Menschen den Zugang zu ihren Chancen und Risiken zu erleichtern. Im Deutschen Museum Bonn können Besucher bereits heute Anwendungen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz erleben und ausprobieren. Für die Veranstalter war der Abend damit gleich in doppelter Hinsicht ein Signal: für die Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Bonn/Rhein-Sieg und für die wachsende Rolle, die Künstliche Intelligenz in Unternehmen, Handwerk und öffentlicher Verwaltung spielt. Dieser Inhalt gefällt Ihnen?Melden Sie sich an, um diesen Inhalt mit «Gefällt mir» zu markieren. Gefällt0mal0Sie möchten diesem Profil folgen?Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrempersönlichen Feedzu folgen. 38folgen diesem ProfilVideo einbettenEs können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten. Geben Sie die URL des Videos einZum Einbinden verwenden Sie bitte die Web-URL und nicht den Einbettungscode. 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Quelle: rheinische-anzeigenblaetter.de

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