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Für eine zukunftssichere und nachhaltige maritime Wirtschaft

StartseiteUnsere PolitikFachtexteFür eine zukunftssichere und nachhaltige maritime WirtschaftVeröffentlicht am20. 04. 2026Stärke mit TraditionTraditionsreiche und innovative Werften und Reedereien,. . .

Von Sabine Ponath · · 4 min Lesezeit

Für eine zukunftssichere und nachhaltige maritime Wirtschaft

StartseiteUnsere PolitikFachtexteFür eine zukunftssichere und nachhaltige maritime WirtschaftVeröffentlicht am20. 04. 2026Stärke mit TraditionTraditionsreiche und innovative Werften und Reedereien, Zulieferbetriebe bis tief in den Süden unseres Landes, international vernetzte Häfen: Die maritime Wirtschaft in Deutschland ist stark. Doch die Klimakrise, das aggressive Auftreten der USA, der harte Wettbewerb mit China und der russische Angriffskrieg in der Ukraine verändern den Welthandel und Handelsrouten. All das trifft diese Branche besonders hart. In der letzten Legislatur haben wir deshalb schon wichtige Weichen für eine strategische Hafenpolitik gestellt (sieheNationale Hafenstrategie), durch Werftenrettungen wichtiges Know-How erhalten und unsere Energiesouveränität durch den beschleunigten Ausbau der Offshore-Windenergie verbessert. Bundesregierung verpasst den ZukunftskursDie aktuelle Bundesregierung stellt die in der Verfassung verankerten Klimaziele und den Ausbau erneuerbarer Energien immer wieder infrage. Sie verhindert so wichtige Investitionen, zum Beispiel in den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur und verlangsamt den Offshore-Ausbau. Die fehlende langfristige Finanzsicherung und unklare Zielvorgaben erzeugen Investitionsunsicherheit und schwächen unsere strategische Autonomie. Auch bei der Hafenpolitik weigert sich die Bundesregierung aktiv zu werden. So verwies sie auf die Zuständigkeit der Länder für die Hafenentwicklung und dass Impulse von den Ländern ausgehen müssten, statt aktiv Gespräche einzuleiten. Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie Verantwortung übernimmt, denn Koordinierung von Ausbaubedarfen geht am besten national, in Zusammenarbeit mit den Ländern und am besten auch in Kooperation mit unseren europäischen Nachbarn. Eine echte Investitionsinitiative scheint die Bundesregierung trotz Sondervermögen Infrastruktur nicht zu planen. Die für die nächsten vier Jahre ins Schaufenster gestellten 400 Millionen Euro für Häfen und grüne Schifffahrt bleiben weit hinter den echten Bedarfen zurück (sieheDENA-Studie). Unser Zukunftsstandort braucht Zukunftsinvestitionen in Mindesthöhe von 500 Millionen Euro pro Jahr. Chancen ergreifen und Sicherheit stärkenInvestitionen müssen verlässlich, planbar und strategisch sein. Dafür wollen wir die Einnahmen aus der Schifffahrt aus dem europäischen Emissionshandel wieder in Schiffbau, Häfen und Co. stecken. Unsere Häfen sind die Türen zur Welt, wir wollen sie in Stand halten und jährlich zuverlässig Geld dafür in die Hand nehmen. Die Bundesregierung muss sich auch massiv für eine bessere Verfügbarkeit von grünen Schiffstreibstoffen einsetzen, anstatt Wasserstoff für den Heizungssektor oder E-Fuels in Autos zu verschwenden. Wir fordern den Ausbau der Importinfrastrukturen für grünes Methanol und Ammoniak, denn wir brauchen sie als Treibstoffe für nachhaltige Schifffahrt und für die Energiewende. Gleichzeitig eröffnet die Energiewende neue Chancen: Auslaufende Kohleverstromung schafft freie Binnenschiff‑Kapazitäten, Offshore‑Wind liefert günstigen Strom und benötigt den Bau von Konverterplattformen – ein neues Standbein für die Werften. Jetzt wäre es dringend notwendig, dass sich die Bundesregierung für starke Made-in-Europe-Vorgaben für kritische maritime Technologien und Infrastrukturen einsetzt, wie sie im Industrial Accelerator Act (IAA) verhandelt werden. In unserem Antrag „Bedeutung der maritimen Wirtschaft für ganz Deutschland anerkennen – Maritime Wirtschaft nachhaltig stärken und absichern“ führen wir auf, was jetzt dringend ansteht. Angesichts der vielen Herausforderungen ist es jetzt wichtiger denn je, Kurs auf die maritime Souveränität zu halten: Mit erneuerbaren Energien werden wir unabhängiger, mit strategischer innerdeutscher und europäischer Zusammenarbeit können wir gezielt investieren und mit unserem starken maritimen Know-How die Antriebswende in der Schifffahrt umsetzen. Nur mit diesen Weichenstellungen kann die deutsche maritime Wirtschaft ihre ganze Kraft entfalten und zu einem starken Motor für Klimaschutz, wirtschaftliche Stärke und europäische Souveränität werdenWeitere Texte und Dokumente zum ThemaLokale Medienvielfalt fördern mit dem Unabhängige Medien-FondsMit einem Unabhängige Medien-Fonds wollen wir lokale Medienvielfalt nachhaltig absichern, die digitale Transformation des Mediensektors vorantreiben und neue digitale gemeinwohlorientierte Infrastrukturen aufbauen. 03. 07. 2026 FachtextFachtext: Lokale Medienvielfalt fördern mit dem Unabhängige Medien-FondsImmobilienverwaltung - Weniger Papier, mehr Know-howDie Bundesregierung wollte die Weiterbildung für Immobilienverwalter streichen. Das ist Qualitätsabbau statt Bürokratieabbau. 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Quelle: gruene-bundestag.de

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