Flughafen Klagenfurt: Kärntens Wirtschaft kritisiert AUA-Kahlschlag | Kleine Zeitung
Sechsmal pro Woche, nur mehr nachmittags: Die AUA fährt ihr Angebot ab Klagenfurt weiter zurück. Die IV spricht von einem „klaren Rückschritt“ für den Standort, auch die WK übt scharfe Kritik. Harte Kritik an. . .
Sechsmal pro Woche, nur mehr nachmittags: Die AUA fährt ihr Angebot ab Klagenfurt weiter zurück. Die IV spricht von einem „klaren Rückschritt“ für den Standort, auch die WK übt scharfe Kritik. Harte Kritik an der massiven Kürzung des Flugplans der AUA von Klagenfurt nach Wien kommt jetzt aus der Kärntner Wirtschaft. Wie exklusiv berichtet, fliegt die AUA im Winter nur mehr sechsmal pro Woche nachmittags nach Wien. Für Wirtschaftstreibende meist keine brauchbare Alternative zum bisherigen Frühflug um 6 Uhr. Entsprechend harsch fällt die Kritik von Claudia Mischensky, der Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung (IV) Kärnten, aus: „Der Ausfall der Frühverbindung ist ein klarer Rückschritt für den Industrie- und Wirtschaftsstandort Kärnten“, sagt sie. Der Ausfall der Frühverbindung ist ein klarer Rückschritt für den Industrie- und Wirtschaftsstandort Kärnten. — Claudia Mischensky, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung KärntenDie stark exportorientierte, international vernetzte Kärntner Industrie brauche „verlässliche Verbindungen zu internationalen Drehkreuzen und gut erreichbare Anschlussflüge“. Ohne Frühflug ließen sich viele Geschäftstermine und internationale Reisen nicht mehr sinnvoll an einem Tag bewältigen. „Das erhöht den Zeitaufwand, erschwert Geschäftsreisen und verschlechtert die Erreichbarkeit Kärntens für Kunden, Geschäftspartner und internationale Fachkräfte“, so Mischensky. © Markus TraussnigIV-Kärnten-Geschäftsführerin Claudia Mischensky: „Verschlechtert die Erreichbarkeit Kärntens“Flughafen „vielleicht fünf Jahre“ Zeit gebenAuch Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl sieht darin eine weitere Ausdünnung des Flugangebots. Zugleich sei die Anbindung an einen weiteren internationalen Hub, wie von der Wirtschaft immer gefordert, noch nicht in Sicht, so Mandl zur Kleinen Zeitung. Er habe schon mehrfach gesagt, dass man dem Flughafen Zeit, „vielleicht fünf Jahre“, für seine Entwicklung geben müsse. Doch davon sei bisher „nicht allzu viel zu bemerken, wenn man von den nicht betriebsnotwendigen Flächen absieht, die sich einer Nutzung nähern“. © Wkk/helge BauerWKK-Präsident Jürgen Mandl ruft alle Stakeholder auf, ihre Anstrengungen zu erhöhenIch kann nur alle Stakeholder dazu aufrufen, ihre Anstrengungen zu erhöhen – im Wissen, dass es auch aufgrund der Rahmenbedingungen keine leichte Aufgabe ist, einen Regionalflughafen neu zu positionieren. — Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer KärntenEbenfalls nicht in Sicht sei die geforderte Verstärkung des Chartergeschäfts, das für Destinationen wie Innsbruck und Salzburg seit vielen Jahren den großen Unterschied ausmache. Hier könnte auch die Kärnten Werbung einen stärkeren Beitrag im Incoming leisten. Mandl ruft „alle Stakeholder dazu auf, ihre Anstrengungen zu erhöhen – im Wissen, dass es auch aufgrund der Rahmenbedingungen keine leichte Aufgabe ist. “ Der Flughafen Klagenfurt sei „eine wichtige und vor allem unwiederbringliche Infrastruktureinrichtung, um die jeder Wirtschaftsstandort kämpfen muss“.