Heimische Wirtschaft kämpft sich aus dem Tief
Nach schwierigen Jahren zeigt die heimische Wirtschaft 2026 und 2027 wieder eine zarte Erholung. Die Institute Wifo und IHS prognostizieren ein moderates, reales Wachstum der Wirtschaftsleistung für 2026 um. . .

Nach schwierigen Jahren zeigt die heimische Wirtschaft 2026 und 2027 wieder eine zarte Erholung. Die Institute Wifo und IHS prognostizieren ein moderates, reales Wachstum der Wirtschaftsleistung für 2026 um 0,8 bis 0,9 Prozent und für 2027 um 1,0 bis 1,1 Prozent. Österreich liegt damit leicht über dem Euro-Raum-Schnitt. Zwar bremste die Eskalation im Nahen Osten im zweiten Quartal die Konjunktur, durch Anzeichen eines Friedens sind die Energiepreise nun aber schneller als erwartet gesunken. Die Inflation werde aufgrund der hohen Energiekosten im Frühjahr zunächst höher sein und heuer durchschnittlich bei 3,0 bis 3,2 Prozent liegen, bevor sie 2027 auf 2,3 bis 2,4 Prozent sinken soll. Österreichs Wirtschaft schaltet im Sommer 2026 schrittweise vom Krisen- in den Erholungsmodus. (Bild: Krone KREATIV/stock. adobe. com)Unterschiedlich entwickelt sich die Wirtschaft in den Branchen. Die Industrie befindet sich seit 2025 wieder auf Wachstumskurs. Für das laufende Jahr wird ein Plus von 1,5 Prozent bei der realen Wertschöpfung und eine Steigerung der realen Warenexporte um ein Prozent erwartet. Doch nicht alle sind beim Aufschwung dabei: Die Bauwirtschaft befindet sich im achten Rezessionsjahr in Folge. Bisherige staatliche Maßnahmen konnten den Abwärtstrend nicht stoppen. Das Wifo empfiehlt deshalb, Altbauten, die im Zuge einer Sanierung auf Neubauniveau gebracht werden, auch rechtlich als Neubauten einzustufen. Damit würden für diese aber die geltenden Mietpreisdeckelungen wegfallen. Wifo-Chef Felbermayr argumentiert, dass die Einstufung die Bautätigkeit ankurbeln und für mehr Wohnraum sorgen könnte, was in weiterer Folge die Mietpreise drücken würde.