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Jeder Hitzetag kostet die deutsche Wirtschaft 431 Millionen Euro – und die Rechnung wird immer größer

tzWeltHitze trifft Bayern besonders hart: Ein Hitzetag kostet die deutsche Wirtschaft 431 Millionen EuroStand:24. 06. 2026, 13:44 UhrKommentareUns auf Google folgenEin einziger heißer Tag reißt ein Loch von 431. . .

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Jeder Hitzetag kostet die deutsche Wirtschaft 431 Millionen Euro – und die Rechnung wird immer größer

tzWeltHitze trifft Bayern besonders hart: Ein Hitzetag kostet die deutsche Wirtschaft 431 Millionen EuroStand:24. 06. 2026, 13:44 UhrKommentareUns auf Google folgenEin einziger heißer Tag reißt ein Loch von 431 Millionen Euro in die deutsche Wirtschaft – und das ist erst der Anfang einer viel größeren Rechnung. Wenn das Thermometer auf 30 Grad und mehr klettert, beginnt in deutschen Büros, auf Baustellen und in Pflegeheimen eine stille Krise. Muskeln ermüden früher, Konzentration bricht ein, Maschinen laufen langsamer. Was sich wie ein unangenehmer Arbeitstag anfühlt, ist in Wirklichkeit ein wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe. Und er wächst Jahr für Jahr. Die Hitze betrifft vor allem auch Bayerns Wirtschaft, und kostet täglich Millionen. © IMAGO / Wolfgang Maria WeberDass der Klimawandel Kosten verursacht, ist keine neue Erkenntnis. Laut einer Analyse desBeratungsinstituts Prognosim Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales kostet ein einzelner Hitzetag, also ein Tag mit mindestens 30 Grad Celsius, die deutsche Wirtschaft rund 431 Millionen Euro. Der Löwenanteil davon, knapp 97 Prozent, entsteht nicht durch Sachschäden oder Unfälle, sondern schlicht durch sinkende Produktivität. Hitze macht Menschen langsamer, unkonzentrierter und anfälliger. Wenn man diese anderen Faktoren noch hinzuzieht, erhöht sich die Rechnung erheblich. Der unkontrollierte Klimawandel ist eine Last für die Wirtschaft und GesundheitBesonders hart trifft es jene Branchen, auf die Deutschland nicht verzichten kann: das verarbeitende Gewerbe und den Gesundheitssektor. Laut der Prognos-Studie fallen pro Hitzetag rund 76. 500 Arbeitnehmende hitzbedingt aus. An Tagen mit über 30 Grad passieren zudem 7,4 Prozent mehr Unfälle. Wer auf dem Bau oder in Pflegeheimen arbeitet, kann schlicht weniger leisten. Gesund trotz SommerhitzeExtreme Hitze ist unangenehm und kann sogar lebensgefährlich werden. Dieses kompakte PDF liefert fundierte Informationen rund um den Hitzeschutz:Hier kostenlos herunterladen. Laden Sie sich den Ratgeber jetzt herunter © IPPEN. MEDIANeben Hitze schneiden auch Allergien tief in die Bilanzen. Mehr als 30 Prozent der Deutschen sind laut Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann, Direktorin des Instituts für Umweltmedizin am Universitätsklinikum Augsburg, betroffen. Sie schrieb imHandelsblatt, dass Allergien in Europa jährlich rund 151 Milliarden Euro kosten. Aggressivere Pollen und eine längere Saison führen zu Schlafproblemen und Konzentrationsstörungen, die die Wirtschaft weiter bremsen. Indessenbleibt die Hitze, und der Deutsche Wetterdienst reagiert mit der höchsten Warnstufe. Der Blick nach vorn ist ernüchternd. EineStudie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutzrechnet bis 2050 mit Klimaschäden von 280 bis 900 Milliarden Euro. Die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021, mit mindestens 40,5 Milliarden Euro das teuerste Extremwetterereignis der deutschen Geschichte, könnte laut der Studie künftig fast jährlich eintreten. Bayern und Baden-Württemberg trifft das besonders, aufgrund der hohen Industriedichte und steigender Temperaturen. Weniger als ein Prozent der Gesundheitsausgaben in Deutschland fließt in Prävention und Gesundheitsförderung. Mit dem Masterplan Prävention hat Bayern einen wichtigen Schritt getan. Zukünftig geht Wirtschaftsschutz genauso wie Gesellschaftsschutz nur mit Klimaschutz einher. Investitionen in Hitzeschutz, angepasste Arbeitszeiten und klimaresilientere Arbeitsplätze sind kein Luxus, sondern eine nüchterne betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Denn der heiße Sommer zieht seine Rechnung nicht nur in den Bilanzen, sondern schlägt sich auch im Alltag nieder. In München etwa ist der Wasserverbrauch aktuell rund 20 Prozent höher als an einem normalen Junitag. DieStadtwerke München haben die Bevölkerung bereits zum Wassersparen aufgerufen. Und der Höhepunkt des Sommers ist noch lange nicht erreicht.

Quelle: tz.de

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