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Kommunalwahl 2026 im Landkreis Stade: Das sagen die Parteien zu den Themen Wirtschaft, Arbeitsplätze und Verkehr

3. August 2026, 14:09 Uhr33× gelesenRedakteurAutor:Jörg Dammannaus StadeArbeitsplätze sichern, zuverlässig zur Arbeit kommen: Für die Berufstätigen im Landkreis Stade sind Wirtschaft und Verkehr besonders. . .

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Kommunalwahl 2026 im Landkreis Stade: Das sagen die Parteien zu den Themen Wirtschaft, Arbeitsplätze und Verkehr

3. August 2026, 14:09 Uhr33× gelesenRedakteurAutor:Jörg Dammannaus StadeArbeitsplätze sichern, zuverlässig zur Arbeit kommen: Für die Berufstätigen im Landkreis Stade sind Wirtschaft und Verkehr besonders drängende Themen. Nicht nur bei den Industriejobs hakt es – siehe Dow –, auch bei der Verkehrsinfrastruktur geht es nur schleppend voran. Beim Weiterbau von A20 und A26 kommt es immer wieder zu Verzögerungen. Zudem ist die Bahn für Hamburg-Pendler aufgrund zahlreicher Verspätungen und Zugausfälle keine verlässliche Alternative. Das WOCHENBLATT hat nachgeschaut, was in den Wahlprogrammen zur Kreistagswahl in Bezug auf die Aspekte Mobilität und Wirtschaft steht. Ausgewertet wurden ausschließlich die öffentlich zugänglichen Internetseiten, auf denen die jeweiligen Wahlprogramme gepostet bzw. als Download verfügbar sind. Nicht bei jeder Partei liegt ein aktuelles Programm auf Kreisebene vor. Wenn eine Partei wenige Wochen vor der Abstimmung nicht öffentlich erklärt, was sie im Stader Kreistag erreichen will, sollte man sich Gedanken über das Informationsangebot an die Wähler machen. Piraten, BSW und AfD bleiben mangels auffindbarer Wahlprogramme auf den Homepages der Kreisverbände außen vor. Wirtschaft: Arbeitsplätze und TransformationDieCDUstellt den Erhalt industrieller Arbeitsplätze und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts in den Mittelpunkt. Unternehmen sollen bei Transformation, Digitalisierung und Innovation unterstützt, Gründungen gefördert und die Wirtschaftsförderung ausgebaut werden. Glasfaser, Ladeinfrastruktur, Coworking-Angebote und moderne Speichertechnologien sollen zusätzliche Impulse geben. Besonderes Gewicht legt die Union auf die Verbindung von Industrie, Energie und Infrastruktur, was gerade in Hinblick auf die angespannte Lage in der chemischen Industrie von Bedeutung ist. Es geht im CDU-Programm aber nicht nur um Großunternehmen, auch Mittelstand, Handwerk und Handel sollen gestärkt werden. DieFWGhebt schnelles Internet, flächendeckenden Mobilfunk, verlässliche Kinderbetreuung und die wirtschaftlichen Chancen erneuerbarer Energien als bedeutsame Standortfaktoren hervor. Außerdem sieht sie in Wind- und Solarenergie eine wirtschaftliche Chance, verlangt dabei aber Bürgerbeteiligung und eine faire Verteilung der Erträge. DieFDPkonzentriert sich stärker auf Industrie, Technologie und einzelne Großprojekte wie CFK Valley, Energiepark, einen möglichen KI-Standort und den Stader Surfpark. Voltfordert Gründerzentren, Coworking-Angebote, eine digitale Gewerbeverwaltung und eine stärkere Nutzung europäischer Förderprogramme. DieSPDwill Industriearbeitsplätze sichern, Ausbildung stärken und Unternehmen bei der klimafreundlichen Transformation unterstützen. Wirtschaftliche Entwicklung, soziale Sicherheit und Klimaschutz sollen einander nicht ausschließen. Wie bei der SPD, spielen auch bei denGrünenerneuerbare Energien und regionale Wertschöpfung eine wichtige Rolle. Die Wirtschaftsförderung vor Ort soll stärker mit den Aspekten Klimaneutralität und Flächeneffizienz verknüpft werden. Unternehmen sollen bei der Transformation unterstützt und Gewerbeflächen nachhaltiger entwickelt werden. Der Unterschied zu CDU und FDP liegt damit weniger im Ziel einer starken Wirtschaft als in der Frage, welche sozialen und ökologischen Anforderungen dafür gelten sollen. DieLinkeformuliert einen klaren Gegenentwurf zu einer weitgehend markt- und ansiedlungsorientierten Politik. Sie setzt auf kommunale und gemeinwohlorientierte Unternehmen, Tarifbindung bei öffentlichen Aufträgen und eine stärkere öffentliche Kontrolle zentraler Infrastruktur. Lokale Betriebe sollen unterstützt werden, zugleich soll die Vergabe öffentlicher Fördergelder an soziale und ökologische Vorgaben geknüpft sein. Mobilität und Infrastruktur: Autobahnen und AlternativenDieCDUverbindet Straßenbau, Bahn, Bus und Radverkehr zu einem breiten Infrastrukturpaket. Sie bekennt sich zu A20, A26 und Elbtunnel. Der Bau der Küstenautobahn wird als wirtschaftliche Chance für die Region gesehen. Aber auch der Bus- und Bahnverkehr soll gestärkt werden. Dazu zählen eine bessere Taktung, ein modernisiertes S-Bahn-Netz sowie die Verlängerung der S-Bahn bis Himmelpforten. Zudem soll die Möglichkeit einer Schnellbusverbindung nach Hamburg geprüft werden. On-Demand-Angebote, Bürgerbusse und sichere Radwege stehen ebenfalls auf der Liste. Die Grundposition der CDU ist eindeutig: Eine leistungsfähige, aber zudem stark ländlich geprägte Region benötigt sowohl große Straßenprojekte als auch einen besseren öffentlichen Nahverkehr. DieFDPbekennt sich ebenfalls klar zu A20, A26 und Elbtunnel. Im Nahverkehr fordert sie Rufbusse, On-Demand-Angebote, bessere Takte und autonomes Fahren; bei Kreisstraßen nennt sie sogar eine feste finanzielle Untergrenze. Ihre Linie ist damit klar: Straßenbau zuerst, ÖPNV ergänzend – aber ohne Zwang. Auch für dieFWGsind der On-Demand-Verkehr und die Sanierung von Kreisstraßen zwei große Themen. Zu A20, A26 und den großen Bahnprojekten schweigt sich das FWG-Wahlprogramm aus. Die FWG bleibt damit näher an den unmittelbar beeinflussbaren Kreisaufgaben als die anderen Parteien. Voltfordert beim Nahverkehr u. a. mehr barrierefreie Haltestellen und einfachere Tarife. Radwege sollen konsequent vom Autoverkehr getrennt und Carsharing-Angebote mit dem Nahverkehr verknüpft werden. DieSPDsetzt stärker auf Bahn und Bus. Sie fordert u. a. zuverlässigere Verbindungen, den zweigleisigen Ausbau der Strecke Hamburg–Cuxhaven und flexible Angebote im ländlichen Raum. Das ist konkret. Bei A20 und Elbtunnel bleibt sie jedoch auffällig leise – ausgerechnet bei der größten verkehrspolitischen Streitfrage in der Region. DieGrünenbilden den schärfsten Gegenpol beim Thema Küstenautobahn: Sie lehnen A20 und Elbtunnel ab und setzen stattdessen auf einen Ausbau der Fährverbindung Wischhafen–Glückstadt (Elbfähre). Die Wahlalternative könnte in dieser Hinsicht kaum klarer sein: Tunnel oder Fähre. Bahn, Bus und Radverkehr sollen nach dem Willen der Grünen Vorrang vor dem individuellen Autoverkehr haben. DieLinkefordert regelmäßige, langfristig kostenlose Bus- und Bahnverbindungen „in jedem Dorf“ sowie sichere Rad- und Fußwege. Das ist leicht verständlich und maximal ambitioniert – nur die Finanzierung des flächendeckenden Nulltarifs bleibt ungelöst. Dieser Inhalt gefällt Ihnen?Melden Sie sich an, um diesen Inhalt mit «Gefällt mir» zu markieren. 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Quelle: kreiszeitung-wochenblatt.de

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