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Kreis Neu-Ulm hält trotz Kritik aus der Wirtschaft an neuer Biogasanlage fest

Der Kreis Neu-Ulm wirdMitglied des neuen Zweckverbands Bioabfall Schwabenund steuert als Einlage 250. 000 Euro bei. Geplant ist, dass mindestens fünf Landkreise und zwei Städte den Inhalt ihrer Biotonnen. . .

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Kreis Neu-Ulm hält trotz Kritik aus der Wirtschaft an neuer Biogasanlage fest

Der Kreis Neu-Ulm wirdMitglied des neuen Zweckverbands Bioabfall Schwabenund steuert als Einlage 250. 000 Euro bei. Geplant ist, dass mindestens fünf Landkreise und zwei Städte den Inhalt ihrer Biotonnen gemeinsam in einer Vergärungsanlage verwerten. Aus Kompost soll Energie werden. Doch kurz vor dem Beschluss gab es noch einmal neue Zweifel. Die Verrottungsanlage im Heidenheimer Stadtteil Mergelstetten wurde wegen eines irreparablen technischen Defekts stillgelegt. Ein Bericht derHeidenheimer Zeitungweckte bei Jürgen Bischof (Freie Wähler) Befürchtungen. Der Weißenhorner ist Kritiker der Pläne. Er hätte gerne erst Sicherheit über Standort und technische Details, bevor ein Zweckverband gegründet wird. Kreisverwaltung und Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) halten dagegen, dass sich der Zweckverband genau darum kümmern soll. Neuer Zweckverband Bioabfall Schwaben steht in der KritikBischof warnt, dass ein technischer Defekt die nötigen Investitionen zunichtemachen könnte. Außerdem werde der Bioabfall derzeit anderweitig verwertet. Das Argument fehlender Kapazitäten zähle also nicht. Thomas Moritz vom AWB widersprach. Die Verrottungsanlage und die geplante neue Anlage, die zwischenWeißenhornundVöhringenentstehen soll, seien nicht vergleichbar. Der Biomüll dürfe nur kurzfristig wegen der Notlage ohne Ausschreibung an andere Orten gebracht werden. Kritik kommt auch von außen. Der Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen (VBS) sieht private Unternehmen bedroht. Moritz und Vize-Landrat Erich Winkler (CSU) widersprachen: Es habe Verhandlungen mit gewerblichen Anbietern gegeben, doch denen sei das Risiko zu groß gewesen. Lokale Betreiber regen an, bestehende Biogasanlagen umzubauen. Doch nach Aussage von Berater Jan Liebetrau ist das wegen der technischen Unterschiede nicht machbar. Zudem stünden die meisten Biogasanlagen an Orten, wo nur landwirtschaftliche Gebäude errichtet werden dürfen. Zwischen Weißenhorn und Vöhringen könnten eine Anlage gebaut werdenFür die AfD zeigt die Beschwerde des VBS, dass die Kapazitäten ausreichen. Der Zweckverband sei zu teuer, fand Florian Hempfer. Kurt Baiker (Freie Wähler) wollte die Unternehmen zumindest fragen: „Meistens hat sich in der Vergangenheit herausgestellt, dass es die Privatwirtschaft besser kann. “ Er schlug vor, die Entscheidung zu vertagen. Erich Winkler hielt davon nichts: Man verunsichere nur die eigenen Partner. Der Antrag scheiterte. Vöhringens Bürgermeister Michael Neher (CSU) berichtete von Besuchen in der Bioabfallvergärungsanlage in Augsburg. „Das ist ein Erfolgskonzept“, sagte er. Und: „Wenn wir uns nicht auf den Weg machen, kommen wir nicht an. “ Gegen die Stimmen von Freien Wählern und AfD stimmte der Kreistag den Plänen zu.

Quelle: augsburger-allgemeine.de

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