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Lkw-Maut: Wirtschaft macht gegen Pläne mobil

Die in der Vorwoche vom Land präsentierten Mautpläne, die „Krone“ berichtete, sorgen für großen Unmut und Unruhe in der heimischen Transportwirtschaft. Kritik kommt von innerhalb und außerhalb des Landes. . . .

Von Philipp Wagner · · 2 min Lesezeit

Lkw-Maut: Wirtschaft macht gegen Pläne mobil

Die in der Vorwoche vom Land präsentierten Mautpläne, die „Krone“ berichtete, sorgen für großen Unmut und Unruhe in der heimischen Transportwirtschaft. Kritik kommt von innerhalb und außerhalb des Landes. Für Roman Eder, Obmann der Fachgruppe Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Burgenland „wäre die Maut eine Katastrophe für die Menschen in unserem Land und für den Wirtschaftsstandort“. Der Großteil der Güter des täglichen Bedarfs werde im regionalen Zustellverkehr auf Landesstraßen transportiert, da es hier keine Alternative zum Lkw gebe. Im Transportgewerbe wären 450 Betrieben mit 2700 Beschäftigte davon betroffen. Durch die Landesmaut komme es künftig zu höheren Transportpreisen, die auf die Waren aufgeschlagen werden müssten. „Zu spüren bekommt das vor allem der Konsument mit höheren Preisen“, erläutert Eder. Fachgruppen-Obmann Roman Eder (links) und Geschäftsführer Bernhard Dillhof üben heftige Kritik an den Mautplänen. (Bild: WKB)Erschüttert vom Vorgehen des Landes zeigt sich auch Bernhard Dillhof, Geschäftsführer der Fachgruppe: „Die betroffenen Wirtschaftskreise wurden in keinster Weise eingebunden. “ Erst einen Tag vor Begutachtungsbeginn wäre die fertige Gesetzesvorlage präsentiert worden. Dillhof verweist zudem auf eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien, wonach ländliche Regionen durch eine Maut auf Landesstraßen massiv geschwächt würden. Die Wirtschaftskammer Burgenland appelliert erneut an die Verantwortlichen, die Pläne nochmals zu überdenken. Kritik auch aus NiederösterreichUnterstützung gibt es von den Kollegen aus Niederösterreich: Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker sieht höhere Kosten für regionale Betriebe und die Nahversorgung. Die geplante Abgabe treffe auch niederösterreichische Betriebe, „die täglich die Versorgung sichern, Arbeitsplätze schaffen und Wertschöpfung in den Regionen halten“, betonte er. „Maut-Fleckerlteppich“ befürchtetDer Zentralverband Spedition & Logistik (ZV) warnte am Montag vor einem „Maut-Fleckerlteppich“ und den Folgen für den Wirtschaftsstandort. Transport- und Logistikunternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusätzlich zu belasten, sei „ein Affront und standortpolitisch das völlig falsche Signal“, erläuterte ZV-Präsident Alexander Friesz. Versorgung und Produktion würde verteuert. Landes-SPÖ verteidigt Mautpläne„Es ist eine Frage der Gerechtigkeit und der Kostenwahrheit, dass jener Schwerverkehr, der Straßen und Brücken überproportional beansprucht, auch einen fairen Beitrag zu deren Erhaltung leistet“, kontert SPÖ-Klubchef Roland Fürst. Die Warnungen vor steigenden Endverbraucherpreisen würde jeder rechnerischen Grundlage entbehren.

Quelle: krone.at

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