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Niedrigwasser gefährdet Wirtschaft: Bilger lockert LKW-Fahrverbote – Kritiker sehen „Symptom der Klimakrise“

kurierverlag-dePolitikDürre-Krise auf Wasserstraßen: Bilger verteidigt Lkw-AusnahmenStand:09. 08. 2026, 08:31 UhrKommentareDas Niedrigwasser stoppt die Schiffe. Bilger lockert daher Lkw-Fahrverbote – der BUND. . .

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Niedrigwasser gefährdet Wirtschaft: Bilger lockert LKW-Fahrverbote – Kritiker sehen „Symptom der Klimakrise“

kurierverlag-dePolitikDürre-Krise auf Wasserstraßen: Bilger verteidigt Lkw-AusnahmenStand:09. 08. 2026, 08:31 UhrKommentareDas Niedrigwasser stoppt die Schiffe. Bilger lockert daher Lkw-Fahrverbote – der BUND kritisiert dies als falsche Antwort auf die Klimakrise. Berlin – Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hält an der umstrittenenAufhebung des Lkw-Sonntagsfahrverbotsfest. ImDeutschlandfunkbetonte er, die Logistikketten müssten während des anhaltenden Niedrigwassers noch wochenlang aufrechterhalten werden. Die Maßnahme solldrohende Versorgungsengpässeabwenden, indem Transporte auf Straße und Schiene verlagert werden. Klimakrise legt Flüsse trocken: Regierung setzt auf mehr Lkw © Sebastian Gollnow/dpaAktuell Niedrigwasser in Deutschland: Flüsse trocknen aus – Wirtschaft warntDie extrem niedrigen Pegelstände auf wichtigen Binnenwasserstraßen wie Rhein und Donau zwingen Schiffer dazu, nur noch einen Bruchteil ihrer üblichen Fracht zu laden. Dies treibt die Transportkosten massiv in die Höhe. Laut einem FAQ derTagesschauwarnen Ökonomen und die Chemieindustrie bereits vor Produktionskürzungen sowie einer Gefährdung des Wirtschaftswachstums. Niedrigwasser bedroht deutsche Wirtschaft – Politik lockert FahrverboteUm die Lieferketten zu sichern, haben Bund und Länder einNotfall-Paketgeschnürt:Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Niedersachsen heben das Sonntagsfahrverbot für bestimmte Lkw temporär auf. In NRW dürfen Lkw in den Sommerferien zusätzlich auch samstags fahren. Ausgenommen sind Großraum- und Schwertransporte. Schienenverkehr:DieDeutsche Bahnsoll zusätzliche Kapazitäten für den Gütertransport bereitstellen. Infrastruktur:Vermeidbare Baustellen auf Autobahnen werden abgebaut und eine geplante Schleusensanierung wird verschoben. „Symptom der Klimakrise“ – harte Kritik von Umweltschützern und GewerkschaftenDie Verlagerung des Schwerlastverkehrs auf die Straße stößt auf massiven Widerstand. Die Umweltorganisation BUND übt scharfe Kritik am Vorgehen des Bundesverkehrsministers. BUND-Chef Olaf Bandt erklärte gegenüber derRheinischen Post,die Regierung habe nicht verstanden, dass niedrige Flusspegel einSymptom der Klimakriseseien. „Mit der Ausbaggerung von Flussbetten oder mehr Lkw auf den Autobahnen lässt sich das Problem nicht lösen“, so Bandt. Er fordert, dass sich die Binnenschifffahrt an die Flüsse anpassen müsse, nicht umgekehrt. Auch die Gewerkschaft ver. di lehnt die Regelung ab. Bereichsleiter Uwe Köpke warnte lautTagesschau,die Ausnahmen gingen „zulasten der Beschäftigten im Transport- und Logistikgewerbe“. In einer Branche, die unter Fachkräftemangel und extremem Zeitdruck leide, seien gemeinsame Ruhetage an Sonn- und Feiertagen unverzichtbar. Niedrigwasser in Deutschland: Industrie fordert „klimaresiliente Verkehrsinfrastrukturen“Politisch ist das Echo gespalten: Die Linke kritisiert, Lkw-Fahrer müssten nun politische Versäumnisse der Regierung ausbaden. Bei den Grünen gehen die Einschätzungen auseinander: Während die Klimapolitikerin Lisa Badum mehr Lkw auf den Straßen als klaren Fehler bezeichnet, nennt Fraktionsvize Andreas Audretsch die Lockerungen nachvollziehbar – sie zeigten jedoch schonungslos den enormen wirtschaftlichenSchaden der Klimakrise. Unterstützung für den Verkehrsminister kommt derweil aus der Wirtschaft. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) begrüßte die schnelle Reaktion der Politik. BDI-Vize-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch betonte in derRheinischen Post,die Maßnahme könne Wertschöpfungsketten stabilisieren, werde die fehlenden Schiffskapazitäten aber nicht vollständig ersetzen. Lösch sieht die Politik langfristig in der Pflicht: Er fordert „höhere Investitionen in klimaresiliente Verkehrsinfrastrukturen“ sowie deutlich beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren. (Quellen: Tagesschau, Rheinische Post, dpa)(frs)

Quelle: kurierverlag.de

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