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Putins Kriegs-Wirtschaft bricht zusammen: Auf dem Weltmarkt droht jetzt das alles entscheidende Problem

tzPolitikDauerfeuer auf Russlands Wirtschaft: Putin lehnt ukrainisches Friedenangebot abStand:29. 06. 2026, 11:53 UhrKommentareUns auf Google folgenWladimir Putin hält im Ukraine-Krieg an Maximalforderungen. . .

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Putins Kriegs-Wirtschaft bricht zusammen: Auf dem Weltmarkt droht jetzt das alles entscheidende Problem

tzPolitikDauerfeuer auf Russlands Wirtschaft: Putin lehnt ukrainisches Friedenangebot abStand:29. 06. 2026, 11:53 UhrKommentareUns auf Google folgenWladimir Putin hält im Ukraine-Krieg an Maximalforderungen fest. Allerdings gerät Russland ökonomisch immer stärker unter Druck. Moskau – Russlands Wirtschaft steht seit Wochen unter Dauerbeschuss. Doch während die Ukraine ihre Angriffe auf russische Ölanlagen mit großer Intensität fortsetzt und Russland in eine handfeste Treibstoffkrise treibt, hält KremlchefWladimir Putinan seinem Maximalkurs fest: Friedensgespräche lehnt er ab, den eigenen Sieg imUkraine-Kriegerklärt er für unausweichlich. Der russische Präsident Wladimir Putin spricht während seines Interviews mit dem russischen Journalisten Pawel Zarubin im Kreml in Moskau. © Gavriil Grigorov/dpaIn einem Interview mit dem Korrespondenten des russischen Staatsfernsehens, Pawel Sarubin, bekräftigte Putin, dass die russische Armee alles unternehme, um die Ziele der sogenannten „militärischen Spezialoperation“ in der Ukraine umzusetzen. Putin begründete seinen Optimismus unter anderem mit einem „katastrophalen Personalmangel“ der ukrainischen Streitkräfte. Russlands Wirtschaft in Not: Putin glaubt dennoch an Sieg – und weist Selenskyjs Angebot zurückEin Angebot aus Kiew zu einem direkten Gespräch zwischen Putin und dem ukrainischen PräsidentenWolodymyr Selenskyjwies der Kreml zurück. Ebenso lehnte Putin einen Vorschlag ab, der dieKampfhandlungenauf vier Gebiete in der Ostukraine beschränken sollte. Putin dazu wörtlich: „Aber die Rettung des Kiewer Regimes ist nicht Teil unserer Pläne. “ Moskau beharrt stattdessen auf Maximalforderungen, darunter die vollständige Kontrolle über den Donbass. Den Wunsch westlicher Staaten nach einem Waffenstillstand kommentierte Putin mit Skepsis: „Dort werden zwar vereinzelt verschiedene Gerüchte laut, dass man dies angeblich nicht mehr anstrebe, aber offiziell hat niemand diese These von der Tagesordnung gestrichen“, sagte der Kremlchef. „Wozu brauchen sie dann aber die Einstellung der Kampfhandlungen und die Friedensverhandlungen, von denen sie immer häufiger sprechen und an denen sie teilnehmen wollen?“Raffinerien brennen: Ukraine trifft Russlands Wirtschaft an empfindlicher StelleParallel zur diplomatischen Eiszeit im Ukraine-Kriegeskaliert Kiew seinen Feldzug gegen Russlands Energieinfrastruktur. In der Nacht auf den 28. Juni meldete Selenskyj erfolgreiche Angriffe auf zwei Raffinerien: die Slavyansk-Raffinerie in der Region Krasnodar, rund 300 Kilometer von der Front entfernt, sowie eine Anlage in der Oblast Jaroslawl, etwa 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze. „Wir werden unsere Operationen fortsetzen, die Russlands Fähigkeit zur Kriegsführung schwächen. Jede weitreichende Sanktion reduziert die Ressourcen, die Russlands Kriegsmaschinerie antreiben, und bringt uns einen Schritt näher zum Frieden“, erklärte Selenskyj laut der ZeitungThe Kyiv Independent. DieAngriffe reihen sich in eine wochenlange Offensivserieein: Am 25. Juni wurden zwei Raffinerien in der Republik Baschkortostan angegriffen. Ein Angriff am 19. Juni traf die Moskauer Ölraffinerie – eine der größten Russlands, verantwortlich für 40 Prozent des Moskauer Kraftstoffmarkts. Kurz darauf stellte auch die viertgrößte russische Raffinerie in Kstovo ihren Betrieb ein. Nach einer Analyse des US-Unternehmens Energy Intelligence hat die Ukraine damit inzwischen ein Drittel der gesamten russischen Raffinerie-Kapazitäten lahmgelegt. Krisensitzung im Kreml zu Russlands Wirtschaft: Schlangen an Tankstellen, Krim ohne SpritDie militärische Wirkung der ukrainischen Angriffe ist im russischen Alltag längst spürbar. Putin berief eine Krisensitzung mit Vertretern verschiedener Ministerien sowie der wichtigsten Ölproduzenten des Landes ein. Dabei räumte er offen ein: „An den Tankstellen gibt es Warteschlangen, die benötigten Benzinsorten sind nicht immer vorrätig. “ Russland habe bereits begonnen, seine strategischen Benzinreserven anzuzapfen. Zudem wird nach Putins Worten über ein Exportverbot für Dieselkraftstoff nachgedacht. Die Lage ist besonders auf derKrimdramatisch: Die seit 2014 annektierte Halbinsel verkauft an Tankstellen inzwischen keinen Kraftstoff mehr an Privatpersonen. Auch Regionen wie Omsk, Woronesch und Belgorod haben den Verkauf von Benzin und Diesel stark rationiert. Russlands Verteidigungsministerium meldete allein in einer Nacht den Abschuss von 660 ukrainischen Drohnen – was die NachrichtenagenturTassals schwersten ukrainischen Drohnenangriff seit Jahresbeginn bezeichnete, auch wenn diese Angaben nicht unabhängig verifiziert werden konnten. Notstand auf der KrimDie von Moskau eingesetzten Behörden auf der 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim haben am 26. Juni 2026 einen regionalen Notstand ausgerufen. Das teilten der eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow und der eingesetzte Statthalter von Sewastopol, Michail Raswoschajew, mit. Die Entscheidung sei in erster Linie getroffen worden, um wirtschaftliche Fragen zu lösen, schrieb Aksjonow bei Telegram. Der Notstand ermögliche es, Aufgaben für das stabile Funktionieren aller Bereiche, von denen die Lebensgrundlagen der Bevölkerung abhingen, schnell zu lösen. (dpa)Russlands Wirtschaft unter Druck: Reserven schwindenDas eigentliche Ausmaß der wirtschaftlichen Misere wurde zuletzt durch einen unfreiwillig entlarvenden Auftritt von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow deutlich. „Die Stabilität der russischen Wirtschaft ist gewährleistet, die makroökonomische Stabilität ist absolut gesichert“, versicherte Peskow Ende Juni der Presse: „Und daran besteht für niemanden ein Zweifel. “ Die Aussagen wirkten eher wie ein Signal dafür, dass es tatsächlich ein Problem gibt. Zweifelsfrei steht fest, dass Russland derzeit die wohlschwierigste wirtschaftliche Phase seit Kriegsbeginnim Februar 2022 erlebt. Noch 2023 und 2024 hatte Putin mit üppigen Staatsaufträgen an Rüstungsunternehmen ein Wachstum befeuert, das auch in der Bevölkerung ankam. Dieses Modell funktioniert nicht mehr: Die Volkswirtschaft dürfte im laufenden Jahr nach offiziellen Prognosen bestenfalls stagnieren, während die Inflationsrate mit mehr als fünf Prozent anhaltend hoch bleibt. Zur Kriegsfinanzierung wurde zudem die Mehrwertsteuer erhöht. Das Budgetdefizit hatte lautSternbereits Ende Mai ein Niveau erreicht, das doppelt so hoch war wie im Vorjahr und das Jahresziel längst überschritt. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) urteilte unmissverständlich: „Russlands derzeitiger makroökonomischer Kurs ist nicht tragfähig. Hohe Zinssätze bremsen die Wirtschaft, während eine lockere Fiskalpolitik und quasi-fiskalische Maßnahmen den Verteidigungssektor stützen. “Russlands Wirtschaft leidet: Staatsfonds geleert, Börse im AbsturzAuch der wichtigste Puffer – der Ölexport – verliert an Wirkung. Nach einem kurzen Preisanstieg infolge des Kriegs gegen den Iran ist der Ölpreis wieder auf das Vorkriegsniveau gefallen. Da der Iran nach einem Abkommen mit den USA sein Rohöl wieder weltweit verkaufen darf, könnte das globale Angebot sogar noch steigen. Gleichzeitig treffen ukrainische Drohnenangriffe immer wirkungsvoller russische Raffinerien und Ölterminals – was die gesamte Verwertungskette stört und die Inlandsversorgung belastet. Der russische MOEX-Börsenindex ist auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen und befindet sich seit mehr als 15 Wochen im Niedergang. Parallel dazu schmelzen die staatlichen Reserven. Nach Berechnungen des IfW Kiel wurden aus dem nationalen Wohlfahrtsfonds rund 80 Milliarden Dollar an Devisenreserven abgestoßen und durch Rubel ersetzt – darunter Euro, Dollar, chinesische Yuan und Gold. Die liquiden Reserven sind damit auf einen Bruchteil ihres einstigen Wertes geschrumpft. Die frühere Beraterin der russischen Zentralbank, Ökonomin Alexandra Prokopenko, heute Wissenschaftlerin in Berlin, sieht die jahrelange fiskalische Disziplin Russlands als Geschichte an: „Eine in die Enge getriebene Autokratie schreibt die Haushaltsregeln nach Belieben um, schließt das Parlament aus dem Entscheidungsprozess aus und will Gefahren, die sie nicht kontrollieren kann, nicht anerkennen“, schrieb sie in einem Gastbeitrag für dieFinancial Times. Das IfW Kiel fasst die prekäre Lage zusammen: „Da die fiskalischen Reserven aufgebraucht sind, hängt Russlands Kriegskapazität mehr denn je direkt von den Einnahmen aus dem Export von Kohlenwasserstoffen ab. “ Auf einem Weltmarkt, der derzeit eher von Überangebot als von Knappheit geprägt ist, könnte genau das zum entscheidenden Problem für Russlands Wirtschaft werden. (Quellen: Kyiv Independent, Stern, dpa, Tass, Financial Times, IfW Kiel) (cs)

Quelle: tz-online.de

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