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Rhein-Niedrigwasser bricht Rekord: Notfallplan von Bund und Ländern soll Wirtschaft retten

kurierverlag-deWeltRhein-Niedrigwasser belastet Wirtschaft: Notfallplan für Industrie beschlossenStand:07. 08. 2026, 15:22 UhrKommentareDer Rhein erreicht historische Tiefststände – Bund und Länder schnüren ein. . .

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Rhein-Niedrigwasser bricht Rekord: Notfallplan von Bund und Ländern soll Wirtschaft retten

kurierverlag-deWeltRhein-Niedrigwasser belastet Wirtschaft: Notfallplan für Industrie beschlossenStand:07. 08. 2026, 15:22 UhrKommentareDer Rhein erreicht historische Tiefststände – Bund und Länder schnüren ein Notfallpaket für Industrie und Lieferketten. Rhein, Donau und Elbe führen diesen Sommerso wenig Wasser wie seit Jahrzehnten nicht. Am Pegel Bonn unterschritt der Rhein am 4. August den bisherigen Niedrigwasserrekord aus dem Jahr 2018 um einen Zentimeter – ein Wert, der laut Deutschem Wetterdienst seit 1882 nur zweimal unterboten wurde. Ursache ist eine anhaltende Trockenperiode: Seit März lagen die Niederschlagsmengen fast überall in Deutschland unter dem langjährigen Durchschnitt, im Süden vielerorts unter der Hälfte des Mittels. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger beriet daraufhin am 6. August in Bonn mit Wirtschaftsvertretern und Verbänden über die Lage. Das Ergebnis: ein Bündel an Sofortmaßnahmen, das Straße, Schiene und Wasserstraße gleichzeitig entlasten soll – und das die Industrie vor einem Engpass bewahren soll, dessen wirtschaftliches Ausmaß Experten auf bis zu zwei Milliarden Euro beziffern. Wenn der Fluss versagt: Was Bahn, Lkw und Industrie jetzt leisten müssenDer Rhein ist Deutschlands wichtigste Binnenwasserstraße – auf ihm und seinen Nebenflüssen werden rund 70 Prozent der gesamten deutschen Binnenschifffahrtsleistung erbracht. Besonders betroffen ist die Chemieindustrie: BASF transportiert 40 Prozent seiner Güter per Schiff ins Stammwerk Ludwigshafen und hat bereits auf Lkw und Bahn umgestellt. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) warnte, dasssinkende Transportkapazitäten Lieferketten unter Druck setzenund zu Produktionseinschränkungen führen könnten. DB Cargo soll zusätzliche Frachtkapazitäten bereitstellen, für besonders betroffene Güter werden Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw geprüft. Gleichzeitig soll eine geplante Schleusensanierung auf einem wichtigen Kanal verschoben werden. Experten des Kiel Instituts für Weltwirtschaft warnen, das Niedrigwasser könne das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um bis zu 0,2 Prozent dämpfen. Ausmaße des Niedrigwassers und die Möglichkeiten der Schiffsbeladung zeigt das Video.

Quelle: kurierverlag.de

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