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Russlands Wirtschaft hart getroffen: Putin muss zu peinlichem Sprit-Trick greifen – und zahlt hohen Preis

StartseiteWirtschaftUkrainische Drohnen treffen Putin hart – Russland kauft eigenes Öl aus Indien zurückStand:23. 07. 2026, 13:49 UhrKommentareUns auf Google folgenSchlangen an Tankstellen und Rationierungen in. . .

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Russlands Wirtschaft hart getroffen: Putin muss zu peinlichem Sprit-Trick greifen – und zahlt hohen Preis

StartseiteWirtschaftUkrainische Drohnen treffen Putin hart – Russland kauft eigenes Öl aus Indien zurückStand:23. 07. 2026, 13:49 UhrKommentareUns auf Google folgenSchlangen an Tankstellen und Rationierungen in 55 Regionen: Russlands Treibstoffnot ist real. Ein Umweg auf der See soll aus der Krise manövrieren. Moskau – Russland ist einer der größten Ölproduzenten der Welt. Trotzdem hat das Land ein massives Benzinproblem. Ukrainische Drohnenangriffe haben die russische Raffinerie-Infrastruktur so stark beschädigt, dass es zum Treibstoffmangel kam – was der russische PräsidentWladimir Putin bei einem Treffen mit Ölmanagern und führenden Regierungsvertretern selbst einräumte. Aus der Notlage heraus, muss Moskau nun Benzin importieren – und nutzt dafür einen pikanten Trick: Russland kauft sein eigenes Rohöl aus Indien zurück, und zwar als raffiniertes Benzin, über 14. 000 Kilometer Seeweg, zu Weltmarktpreisen. An einer Tankstelle in Russland stehen Autos Schlange. Die zuletzt verstärkten ukrainischen Angriffe gegen die russische Erdölindustrie haben zu ernsthaften Versorgungsproblemen geführt. (Montage) © Alexander Zemlianichenko/Alexander Kazakov/Sputnik Kremlin Pool via APSeit Mai 2026 hat die Ukraine ihreAngriffe auf russische Treibstoffanlagen verstärkt. Dadurch ist die Raffinierungskapazität auf den niedrigsten Stand seit über 21 Jahren gefallen, berichtet das ukrainische PortalEuromaidan. Anfang Juli deckten russische Raffinerien nur noch rund 65 Prozent des saisonalen Benzinbedarfs. LautEkonomiczna Prawdafehlen dem Land täglich 40. 000 bis 45. 000 Tonnen Benzin. Das entspricht einem monatlichen Defizit von 1,2 bis 1,35 Millionen Tonnen. Putin kämpft mit Treibstoffmangel – und kauft Rohöl aus Indien zurückDie Konsequenzen spüren die Russen im Alltag:In mehr als 55 Regionen wird rationiert. An Tankstellen gibt es Warteschlangen, Kaufbeschränkungen und Preissprünge. Auf der besetztenKrimhat die russische Verwaltungden Notstand ausgerufen. Auch die Landwirtschaft leidet: Im südlichen Getreidegürtel wurden Landwirte gezwungen, minderwertigen Kraftstoff zu tanken, der die Motoren schädigt, und angewiesen, Diesel zu horten. Im Juli lag die Ernte dreifach hinter dem Vorjahreswert. Um dem entgegenzuwirken, kauft Russland nun sein Rohöl aus Indien zurück. Und so funktioniert’s: Das Land exportiert massenhaft Rohöl nach Indien – im Juni eine Rekordmenge von 2,7 Millionen Barrel pro Tag, schreibt die NachrichtenagenturReuters. Im Mai waren es demnach noch 2,13 Millionen Barrel. Dieses Öl wird in Indien raffiniert – und dann zurück nach Russland geliefert. Der Umweg über Indien: Russlands eigenes Öl kommt als Sprit zurückIm Zentrum dieses Handelsabkommens steht die Raffinerie Nayara Energy im westindischen Vadinar. Sie ist indisch – aber nur auf dem Papier. Das Unternehmen dahinter gehört zu 98 Prozent einem russischen Konsortium unter Führung des Staatskonzerns Rosneft – und bezieht russisches Öl. Rosneft hält 49,13 Prozent der Anteile, ein weiteres russisches Investitionskonsortium einen ähnlichen Anteil. Zusammen kontrollieren die russischen Eigentümer über 98 Prozent des Unternehmens. Im Juli 2025 verhängte die Europäische Union (EU) Sanktionen gegen Nayara, weshalb nicht-russische Öllieferanten die Zusammenarbeit verweigerten. Nach Informationen des ukrainischen PortalsEkonomiczna Prawdastellte die Raffinerie in der Folge vollständig auf Rohstoffe aus der Russischen Föderation um. Die EU-Sanktionen erschwerten auch die Kalkulation und den Transport, weshalb das Unternehmen Öl kauft und den produzierten Kraftstoff dann über Zwischenhändler vertreibt. Die erste Lieferung erfolgte durch den unter kamerunischer Flagge fahrenden Tanker „Agni“. Dieser lud lautReuterszwischen dem 18. und 20. Juni 42. 000 Tonnen Benzin im Hafen von Vadinar, einer kleinen Küstenstadt im indischen Bundesstaat Gujarat. Als Bestimmungsort war Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegeben, berichtetEkonomiczna Prawda. Das Schiff passierte diesen Hafen jedoch, fuhr durch den Suezkanal und weiter nach Norden. Bei Damietta vor der ägyptischen Küste übergab der Tanker seine Ladung an das Schiff „Garnet“. Währenddessen schalteten beide Schiffe ihre Transponder ab. Indiens Ölminister Hardeep Singh Puri erklärte Anfang Juli, indische Unternehmen verkauften keinen Kraftstoff an Russland. Er räumte jedoch ein, dass Moskau indisches Benzin über Händler kaufen könne. Yuliia Pavytska, Leiterin der Sanktionsabteilung des KSE-Instituts, ordnet rechtlich ein: „Die Tatsache, dass Indien Benzin nach Russland verkauft hat, stellt keinen Verstoß gegen die Sanktionen dar. Es besteht kein Verbot des Handels mit Erdölprodukten zwischen diesen Ländern, und weder die EU noch die USA können den Handel zwischen Drittländern rechtmäßig verbieten“, zitiertEkonomiczna Prawdasie. Wettlauf zwischen ukrainischen Drohnen und russischen ReparaturtruppsZusammen mit Importen aus Belarus und Kasachstan plant Russland, monatlich bis zu 400. 000 Tonnen Benzin einzuführen. Das reicht aber bei weitem nicht. Auch wenn dieser Plan vollständig umgesetzt wird, deckt erEuromaidanzufolge nur ein Drittel des monatlichen Defizits. Die erste Lieferung reicht demnach kaum mehr als einen Tag. Rosneft, Gazprom Neft und Lukoil haben indische Raffinerien um weitere Lieferungen gebeten, wurden aber von staatlichen Unternehmen abgewiesen. Das wirtschaftliche Problem dahinter ist strukturell. Importiertes Benzin kostet mehr als der subventionierte Heimatpreis. Serhii Kuyun, Direktor der Beratungsgruppe A-95, beschreibt das Dilemma gegenüber dem ukrainischen PortalEkonomiczna Prawda: „Der russische Markt ist nicht auf Marktpreise vorbereitet. Die Behörden müssen entweder große Summen für Subventionen ausgeben und den Haushalt plündern oder die Preise senken, was ihrer Reputation schaden wird“, erklärt er. Serhii Vakulenko vom Carnegie Russia Eurasia Center beschreibt Russlands verfügbare Raffineriekapazität als Ergebnis einesWettlaufs zwischen ukrainischen Angriffen und russischen Reparaturtrupps. Derzeit verschiebe sich das Kräfteverhältnis zugunsten Kiews, meint Vakulenko. Sollten die Anlagen wieder in Betrieb gehen und die Tanker aus Indien weiterhin eintreffen, verschafft sich Russland bis zum Spätsommer etwas Ruhe. (Quellen: Reuters, Euromaidan, Ekonomiczna Prawda)(cln)

Quelle: merkur.de

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