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Sachsens Wirtschaft besonders schwach - Oiger

Joachim Ragnitz. Foto: Heiko Weckbrodt„De facto Stagnation“: Ifo Dresden geht von nur 0,5% Wachstum ausDresden, 25. 06. 26. Die sächsische Wirtschaft wächst in diesem Jahr nur um ein halbes Prozent und damit. . .

Von @OigerNews · · 3 min Lesezeit

Sachsens Wirtschaft besonders schwach - Oiger

Joachim Ragnitz. Foto: Heiko Weckbrodt„De facto Stagnation“: Ifo Dresden geht von nur 0,5% Wachstum ausDresden, 25. 06. 26. Die sächsische Wirtschaft wächst in diesem Jahr nur um ein halbes Prozent und damit schwächer als Ostdeutschland (0,7%) und Deutschland insgesamt (0,8%). Das hat Dr. Joachim Ragnitzvom Ifo-Forschungsinstitut in Dresden prognostiziert. „Rechnet man noch Arbeitstage-Effekte heraus, landen wir in diesem Jahr de facto bei einer Stagnation“, warnt er. Das könne auch der – teils hochsubventionierte – Boom der Dresdner Mikroelektronik nicht mehr ausgleichen. Für 2027 geht Ifo Dresden von einem leichten Zuwachs um 0,7 Prozent aus. Auch Chipfabrik-Großinvestitionen in Dresden können Ruder nicht herumreißenSchuld sind einerseits die üblichen Verdächtigen: Donald Trump und seineAngriffs– undHandelskriege, die hohen Energiekosten, Abgaben und Bürokratielasten in Deutschland. Andererseits kommen regionale Effekte hinzu: Die Kriegspreise an den Tankstellen, teure Zechen in den Gaststätten und andere Inflationseffekte drücken in Ostdeutschland, wo die Leute weniger Geld in der Tasche haben als in den alten Bundesländern, viel stärker auf die Binnennachfrage. „Aufgrund geringerer Löhne und Einkommen in Ostdeutschland schlagen besonders die gestiegenen Benzinpreise stärker auf die konjunkturelle Entwicklung durch“, meint Ragnitz. Tankstelle. Jede Ähnlichkeit mit realen Menschen ist zufällig und nicht beabsichtigt. Themenbild: KI Gemini, Prompt: Heiko WeckbrodtZweitensfehlen Sachsen die Rüstungsschmiedender Alt-BRD, um von den Bundesrüstungsschulden so richtig zu profitieren. Drittens hängt Sachsens Wirtschaft stark an der Autoindustrie – und die schwächelt weiter. Viertens sind die Autobahnen und Brücken durch die Investitionsprogramme der Nachwendezeit größtenteils besser in Schuss als „drüben“. Dadurch bekommt die hiesige Bauwirtschaft weniger Impulse durch das ebenfalls schuldenfinanzierte Bundes-Infrastrukturpaket. Flaute schlägt immer stärker auf Arbeitsmarkt durch – aber auch die DemografieAll dies schlägt immer mehr auf den Arbeitsmarkt durch: Die Zahl der Beschäftigten sinkt laut Ifo-Prognose im Jahr 2026 um 0,6 Prozent, im Folgejahr dann um 0,1 Prozent. Dafür sei aber nicht allein die maue Wirtschaftslage schuld, sondern auch die Demografie, betont Ragnitz: Weil die Bevölkerung im Freistaat schrumpft und überaltert, können viele Betriebe selbst dann, wenn sie überhaupt noch neue Jobs schaffen oder Erfahrungsträger in Rente gehen, diese Stellen gar nicht mehr durch junge Leute besetzen. „Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten zeigt sich jetzt, wie wichtig gut ausgebildete Fachkräfte für die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität eines Standorts sind. “Sachsens Wirtschaftsminister Dirk PanterPanter: „Fachkräftegewinnung ist inzwischen zentrale Zukunftsaufgabe“„Der Rückgang an Fachkräften ist längst keine Theorie mehr, sondern in vielen Unternehmen spürbare Realität“, kommentiert diesder sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter(SPD). „Die Gewinnung und Sicherung von Fachkräften gehört deshalb zu den zentralen Zukunftsaufgaben. “ Laut der aktuellen Bevölkerungsprognose des Freistaates gehe die Gruppe der 20- bis unter 65-Jährigen bis zum Jahr 2040 um rund 10 bis 16 Prozent zurück. Autor:Heiko WeckbrodtQuellen: Ifo, SMWA, Oiger-Archiv

Quelle: computer-oiger.de

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