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Tiroler Wirtschaft mit „trüber Sicht nach vorne“

Unter den 300 Leitbetrieben, die befragt wurden, sehen alarmierende 50,8 Prozent ein steigendes Geschäftsrisiko. Im Sommer des Vorjahres lag dieser Wert noch bei „nur“ 35,4 Prozent. War die Stimmung zu Beginn. . .

Von Manuel Schwaiger · · 2 min Lesezeit

Tiroler Wirtschaft mit „trüber Sicht nach vorne“

Unter den 300 Leitbetrieben, die befragt wurden, sehen alarmierende 50,8 Prozent ein steigendes Geschäftsrisiko. Im Sommer des Vorjahres lag dieser Wert noch bei „nur“ 35,4 Prozent. War die Stimmung zu Beginn des Jahres noch vorsichtig optimistisch, hat der Iran-Krieg für einen ordentlichen Dämpfer gesorgt. „Die Sicht nach vorne ist trüber“, seufzt Thaler. Das zeigt sich einerseits in der Ertragslage, die über alle Sparten hinweg betrachtet bei -13,7 Prozent liegt. Lediglich der Verkehr (+20,8 %) und der Bau (+2,4 %) weisen positive Ertragssalden auf. Unterdessen weist der Handel ein besorgniserregendes Minus von 28,8 Prozent auf. „Hoher Kostendruck trifft auf eine schwache Nachfrage“, so das Fazit der Analysten. Die aktuelle Lage in der Wirtschaft ist nicht leicht. Mit einer positiven Haltung und viel Leistung kommen wir da durch. LR Mario GerberBild: Christof BirbaumerArbeitskosten machen den Firmen schwer zu schaffenAndererseits zeigt sich die gedämpfte Stimmung auch bei den Investitionsvorhaben. Nur 15,7 Prozent planen in den kommenden Monaten, Geld für die Erweiterung ihres Betriebes in die Hand zu nehmen. Was den Unternehmen zu schaffen macht, wurde ebenfalls abgefragt. Allen voran sind es die Arbeitskosten (71,5 %), Steuern und Abgaben (60,6 %), die Bürokratie (58,6 %), die allgemeine Unsicherheit (58,6 %) sowie die Energiekosten (52,6 %). Thaler fordert einmal mehr die Senkung der Arbeitskosten, einen Anreiz für Investitionen und noch mehr Bürokratieabbau. Ausbau bei erneuerbarer Energie als ein Schlüssel„Das Barometer zeigt, dass es Veränderungen braucht“, gibt Mattle offen zu, „mit der Senkung der Lohnnebenkosten und dem Industriestrompreis wurden erste Akzente gesetzt. “ Und er verweist auf den Tirol-Konvent, mit dem schon insgesamt 70 Maßnahmen umgesetzt worden seien, um die Bürokratie in den Griff zu bekommen. Zudem meint er, dass „wir mehr in die Energieautonomie investieren und den Ausbau der erneuerbaren Energieträger vorantreiben müssen“. Unterdessen verweist Gerber auf den Tourismus als „wichtigen Faktor für den Standort“ und fordert mehr Optimismus: „Mit positiver Haltung und Leistung kommen wir da durch. “

Quelle: mobil.krone.at

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