Wirtschaft im Oldenburger Land stabilisiert sich – Erwartungen bleiben aber negativ
StartseiteLokalesLandkreis OldenburgOldenburgStand:15. 07. 2026, 11:30 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Geschäftserwartungen variieren von Branche zu Branche sehr. Insbesondere der Groß- sowie der. . .

StartseiteLokalesLandkreis OldenburgOldenburgStand:15. 07. 2026, 11:30 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Geschäftserwartungen variieren von Branche zu Branche sehr. Insbesondere der Groß- sowie der Einzelhandel geben sich laut Umfrage aktuell eher pessimistisch. © IHK OldenburgDie Geschäftslage im Oldenburger Land hat sich im zweiten Quartal 2026 leicht verbessert. Die Geschäftserwartungen liegen jedoch weiter bei minus 21,5 Punkten auf dem Stimmungsbarometer. Oldenburg/Landkreis – Im zweiten Quartal 2026 zeigt sich die Konjunktur im Oldenburger Land leicht stabilisiert, allerdings ohne dass bereits von einer durchgreifenden Erholung gesprochen werden kann. Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage demnach etwas besser als noch zu Jahresbeginn. Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und HandelskammerOldenburg(IHK) im Rahmen ihrer regelmäßigen Befragung ihrer Mitglieder in verschiedenen Branchen. Über alle untersuchten Wirtschaftszweige verbessert sich das Ergebnis zwar von -3,4 auf +0,9 Punkte auf dem Stimmungsbarometer, auch die Geschäftserwartungen hellen sich leicht auf. Doch bleiben sie mit -21,5 Punkten weiter deutlich im negativen Bereich. Der IHK-Konjunkturklimaindex steigt um 4,2 Zähler auf 89 Punkte (Vorjahr: 98,3 Punkte). Das Konjunktur-Klima hat sich laut der Oldenburger IHK zwar leicht verbessert, liegt aber insgesamt auf einem niedrigen Niveau – und kommt über den Durchschnittswert der vergangenen fünf Jahre nicht hinaus, © IHK Oldenburg„Nach wie vor bremst die Unsicherheit durch die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten die Konjunktur aus“, sagt Björn Schaeper, IHK-Geschäftsführer für Wirtschaftspolitik, in der Auswertung. Die Sorge vor steigenden Energiepreisen, Störungen der internationalen Lieferketten und einer erneuten Belastung des Welthandels dämpfe vielerorts die Zuversicht der Unternehmen. Gleichzeitig bleibe die Inlandsnachfrage schwach. Die Arbeits- und Produktionskosten seien in Deutschland zu hoch und die Konsumneigung durch gestiegene Lebenshaltungskosten zu schwach, konstatiert Schaeper. Für einen Stimmungsaufschwung in den nächsten Monaten könnte das angekündigte Reformpaket der Bundesregierung sorgen, meint der IHK-Geschäftsführer. Es enthalte „viele überfällige Schritte“, etwa beim Abbau von Bürokratie und bei der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Die Umsetzung dieser Maßnahmen sei zwingend erforderlich, denn größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung blieben aus Sicht der Unternehmen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Imverarbeitenden Gewerbebleibt die Situation angespannt. Die Auftragseingänge sind im zweiten Quartal rückläufig gewesen. Während sich die Bestellungen aus dem Ausland stabilisiert haben, sind die Inlandsorder weiter gefallen. Der Ausblick auf die kommenden Monate bleibt getrübt. Unter anderem sind sinkende Exporterwartungen der Grund hierfür. DasBaugewerbeist mit der aktuellen Lage sehr zufrieden, resümiert die IHK. Die Auftragseingänge seien gestiegen und die Auftragsreichweite betrage bei fast zwei Dritteln der befragten Firmen vier oder mehr Monate. Allerdings rentieren sich nicht alle Aufträge, wie die deutlich verschlechterte Ertragslage zeigt. Die wirtschaftliche Situation desEinzelhandelsbleibt unbefriedigend: „Die Kaufzurückhaltung infolge gestiegener Lebensmittel- sowie Energiepreise spüren die Händler deutlich“, so die IHK. Ein zunehmender Leerstand in den Geschäftszentren schwäche vielerorts das Einkaufserlebnis. Eine grundlegende baldige Besserung erwarten die Händler nicht. DerGroßhandelmeldet eine spürbare Verbesserung der aktuellen Geschäftslage gegenüber dem vorigen Quartal. Vor allem das Inlandsgeschäft hat laut Umfrage angezogen. Die schwache Investitionsneigung vieler Unternehmen sowie die insgesamt gedämpfte Konjunktur begrenzen jedoch weiterhin die Geschäftsaussichten. Die aktuelle Geschäftslage imVerkehrs- und Logistikgewerbehat sich im zweiten Quartal zwar spürbar verbessert. Das Stimmungsbarometer ist gegenüber dem Vorquartal von -18,7 auf -0,9 Punkte gestiegen. Die Erwartungen für die kommenden Monate bleiben allerdings deutlich pessimistisch: „Die Preise für Beförderungs- und Logistikleistungen sind erneut stark gestiegen und werden nach Einschätzung der Befragten auch künftig weiter anziehen“, heißt es in der Auswertung. Die Stimmung in der regionalenDienstleistungswirtschafthat sich im Vergleich zum Vorquartal leicht eingetrübt. Das Gros der Befragten meldet laut IHK aber eine zufriedenstellende Geschäftslage. Für die nächsten Monate erwarten die Betriebe eine positivere Entwicklung mit besseren Geschäften als bisher.