"Lieber österreichische Erdwärme als Öl und Gas aus Kriegsländern"
SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll will demnach "lieber österreichische Erdwärme und österreichische erneuerbare Energie" nutzen als "Öl und Gas aus Kriegsländern", wie Ö1 berichtete. Derzeit braucht es bei. . .

SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll will demnach "lieber österreichische Erdwärme und österreichische erneuerbare Energie" nutzen als "Öl und Gas aus Kriegsländern", wie Ö1 berichtete. Derzeit braucht es bei Bohrungen die Zustimmung aller betroffenen Grundeigentümer, das soll sich künftig ändern. Lesen Sie auch:Fernwärme ohne Erdgas: Das Potenzial tiefer Geothermie für die EnergiewendeDer SPÖ-Vorschlag sieht außerdem eine Bündelung des Genehmigungsverfahrens vor: Wie auch bei anderen erneuerbaren Energien soll es künftig nur noch ein Verfahren, eine zuständige Behörde und am Ende einen Bescheid geben. Zusätzlich plant das Finanzministerium ein Instrument zur Risikoabsicherung, das nach der Amortisation der Investitionskosten mit einer geringen Abgabe auf Geothermie finanziert werden soll. Verhandlungen noch notwendigÜber die konkrete Ausgestaltung der Novelle muss noch innerhalb der Regierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS verhandelt werden, Schroll rechnet mit einer raschen Einigung. Geothermie ist hierzulande ein Hoffnungsträger der Energiewende. Die günstigsten thermischen Untergrundbedingungen befinden sich in den "Thermenregionen" Ost- und Südostösterreichs, im Wiener Becken, im Inn- und Hausruckviertel und in der Gegend von Bad Gastein. Unter Wien wurde ein Reservoir in rund 3. 000 Metern geortet. Laut Wien Energie sollen damit langfristig 200. 000 Haushalte mit Wärme versorgt werden. Bis 2040 will das Unternehmen etwa ein Viertel der Wiener Fernwärme aus Tiefengeothermie gewinnen. Probebohrungen gibt es auch in der Steiermark, erste Wärmelieferungen könnten dort frühestens 2030 erfolgen.