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Milliarden-Geschäft vor dem Aus? Öl-Konzern zieht sich aus Nordsee zurück

Zum Inhalt springenmoin. deNorddeutschlandNordseeDie Nordsee steht seit Jahrzehnten für Öl- und Gasförderung – doch jetzt sorgt einer der größten Konzerne der Branche für einen echten Paukenschlag. Der. . .

Von Lara Hoffmann · · 3 min Lesezeit

Milliarden-Geschäft vor dem Aus? Öl-Konzern zieht sich aus Nordsee zurück

Zum Inhalt springenmoin. deNorddeutschlandNordseeDie Nordsee steht seit Jahrzehnten für Öl- und Gasförderung – doch jetzt sorgt einer der größten Konzerne der Branche für einen echten Paukenschlag. Der britische Energieriese BP will sein Nordsee-Geschäft verkaufen. Damit könnte nach fast 60 Jahren ein bedeutendes Kapitel der Ölgeschichte in den britischen Gewässern enden. 📌 FaktenIn der britischen Nordsee wird seit den 1960er-Jahren Öl und Erdgas gefördert. Die Region zählt zu den wichtigsten europäischen Fördergebieten für fossile Energieträger. Viele Förderplattformen befinden sich inzwischen in der zweiten Hälfte ihrer Lebensdauer und müssen modernisiert oder stillgelegt werden. Neben Öl und Gas gewinnt die Nordsee zunehmend als Standort für Offshore-Windparks und die Wasserstoffwirtschaft an Bedeutung. Nordsee: BP stellt Ölgeschäft zum VerkaufWie unter anderem der britische Telegraph berichtet, hat BP offiziell einen Verkaufsprozess für seine Nordsee-Aktivitäten eingeleitet. Das Unternehmen betreibt derzeit fünf Förderplattformen in britischen Gewässern. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung des Konzerns. Ziel sei es, das Unternehmen schlanker aufzustellen und Kapital gezielt in besonders rentable Bereiche zu investieren. BP-Chefin Meg O’Neill betont zwar, die Nordsee bleibe ein wichtiger Bestandteil der britischen Energieversorgung. Gleichzeitig erklärt sie aber: Das Nordsee-Geschäft könne unter einem anderen Eigentümer besser weiterentwickelt werden. Hohe Steuern setzen Branche unter DruckHinter dem möglichen Rückzug steckt vor allem die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre. Wie der Telegraph berichtet, wurden die Steuern auf Gewinne aus der Nordsee-Förderung seit der Energiekrise mehrfach erhöht. Unter der früheren konservativen Regierung wurde zunächst eine Sondersteuer eingeführt, die später ausgeweitet wurde. Die Labour-Regierung erhöhte diese anschließend erneut und verlängerte sie bis 2030. Insgesamt ergibt sich dadurch laut Bericht ein effektiver Steuersatz von 78 Prozent auf Gewinne aus der Nordsee-Förderung. Tausende Arbeitsplätze betroffen?BP beschäftigt nach Unternehmensangaben rund 1. 100 Mitarbeiter direkt im Nordsee-Geschäft. Insgesamt arbeiten etwa 14. 000 Menschen für den Konzern im Vereinigten Königreich. Der Hauptsitz soll nach aktuellem Stand auch im Falle eines Verkaufs im Vereinigten Königreich bleiben. Dennoch warnen Branchenbeobachter vor möglichen Folgen. Auch interessant:Nordsee im Sinkflug: So schnell geht’s per Flieger nach SyltEnergieanalystin Kathryn Porter sagte dem Telegraph, ein Rückzug aus der Nordsee könne langfristig sogar dazu führen, dass sich BP vollständig aus Großbritannien zurückziehe. Politik streitet über Zukunft der NordseeDer geplante Verkauf fällt mitten in eine politische Debatte über die Zukunft der Öl- und Gasförderung. Während die britische Regierung verstärkt auf Klimaschutz und die Energiewende setzt, fordern Vertreter der Opposition, neue Bohrungen in der Nordsee wieder zuzulassen. Kritiker warnen, dass hohe Steuern und strengere Vorgaben Investitionen verhindern und Arbeitsplätze gefährden könnten. Mehr News:Ob BP tatsächlich einen Käufer findet und wann der Verkauf abgeschlossen wird, ist derzeit noch offen.

Quelle: moin.de

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